Broken Dreams

314 Antworten [Letzter Beitrag]
Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665

Hui... ich hab gerade meiner Freundin die FF gezeigt und festgestellt - ich hab die hier ja gar nicht gepostet gehabt Tongue - Schande über mich Wink

Für die Forumleser: Ich werde die FF hier noch einmal vollständig veröffentlichen, keiner muss bei myfanfiction gucken gehen Wink

Dann wollen wir mal Tongue
_____________________________

-1-

Immer wieder tippelte ich mit meinen Fingern über das Armaturenbrett des großen LKWs. „Du bist nervös, richtig?“ Ich drehte meinen Kopf ruckartig zu Manfred, der neben mir saß und den großen Wagen lenkte. „Schon ein wenig, schließlich war ich noch nie auf so einem großen Event. Okay, mit dir als Pflegerin, aber noch nie als Starterin.“, sprach ich ziemlich schnell und er lächelte. „Mandy, mach dir keine Sorgen. Du bist eine hervorragende Reiterin und Samurai ist ein hochtalentiertes Pferd und wenn ihr zusammen seid, da seid ihr unschlagbar. Du musst langsam an größere Aufgaben geführt werden und ich denke dieses Turnier ist das Beste für dich.“ Wieder fiel mein Blick auf die dunkle Autobahn vor uns. Seit knapp 4 Stunden waren wir nun unterwegs, in etwas mehr als einer Stunde würden wir in Köln ankommen. „Aber ich denke, die Party morgen Abend wird genau das sein, was du dir vorgestellt hast.“ Wieder riss er mich aus den Gedanken. „Ach ja, und warum weißt du das?“ Er grinste. „ich hab mit dem Veranstalter gestern telefoniert. Er ist total begeistert, dass er für die Reiterparty eine zurzeit ziemlich angesagte Band gekriegt hat. Die sind zurzeit in Köln unterwegs und konnten somit den Termin wahrnehmen und die Unkosten haben sich somit auch sehr im Rahmen gehalten. Sie werden anfangs ein Konzert spielen und danach soll dann Partymusik aufgelegt werden, schließlich haben wir ja gerade Karneval, wie das hier dann heißt.“ „Ach ja und du denkst, das ich genau das, was ich höre?“ Ich guckte schnell auf den Monitor, der Bilder der Überwachsungskamera aus dem Transporter zeigte. „Du hast selber gesagt, du magst die Charts und vor allem die Rocksongs, aber lass dich überraschen, vielleicht kann ich es schaffen, dass du sie kennen lernen kannst.“ Ich schüttelte lachend den Kopf. „Ne, lass das mal schön. Ich bin doch nicht so ein kleiner kreischender Teenager, der irgendwelche Typen anhimmelt, die doppelt so alt sind wie ich selber.“ „Naja so alt bist du auch wieder nicht.“, versuchte er sich zu verteidigen, doch ich sah ihn argwöhnisch an. „Also mit 24 habe ich nicht mehr solche Anfälle, dass ich denke, ich muss so einen Typen auf der Bühne ankreischen und umfallen, wenn er vor mir steht. Außerdem sind das doch alles voll die Arschlöcher. Die haben jeden Tag ne andere im Bett und dann nur diese modelmäßigen Tussen, die nix in der Birne haben.“ Stolz verschränkte ich meine Arme vor der Brust und sah ihn siegessicher an. „Okay, du hast gewonnen.“ Ich legte meine Beine auf das Armaturenbrett und drehte die Lautstärke des Radios noch ein wenig höher. Gerade war wieder ein Lied zu Ende und genervt hörte ich dem Sprecher zu. „Und das waren Sunrise Avenue mit Fairytale gone bad. Sie befinden sich derzeit auf kleiner Deutschlandtour und ich würde euch empfehlen, sie einmal live zu sehen.“ Dann plapperte er Moderator weiter, ebenso wie ich. „natürlich, ich fahr zu denen, zahl noch einen riesigen Batzen Geld, nur weil ich denke, dass ich sie mal live sehen muss, wie doof kann man eigentlich sein?“ Manfred lachte wieder nur. Er war es schon gewohnt, dass ich so viel plapperte und mich über jeden Mist aufregen konnte. Ich hatte schon ein verdammtes Glück mit ihm als Chef. Er war nicht nur ein hervorragender Reiter und Pferdekenner, der mir alle Kniffe beibrachte, sondern er war auch noch eine herzensgute Seele und immer da, wenn ich jemanden brauchte, dem ich meinen Kummer von der Seele reden konnte. Zudem hatte er mir noch Samurai zur Verfügung gestellt, doch das lag wohl eher daran, dass sonst niemand mit dem Pferd umgehen konnte, wie ich. In meinem nun 4 jährigen Arbeitsverhältnis mit Manfred hatte ich es geschafft, dass Samurai endlich zeigte, was in ihm steckte und das hatte mich schon zu vielen Erfolgen in kleinen Klassen gebracht, allerdings brachte er mich auch manchmal zur Verzweiflung, wenn er wieder einen seiner Anfälle hatte – doch alles in allem konnte ich kein besseres Pferd haben! „Mandy, wir sind da!“, sprach Manfred auf einmal nach einem längeren Schwiegen und tatsächlich sah man von weitem schon die große Messehalle in der Mitte von Köln, die nun für die nächsten 2 Tage mein Zuhause werden würde, bis auf die Übernachtungen in einem benachbarten Hotel.

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
Ich finds gut !

Ich finds gut ! Smile

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
ich bin gespannt auf den

ich bin gespannt auf den nächsten Teil.

weiter bitte.

Lg Yazhi

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
-2- „Na ich hab doch

-2-

„Na ich hab doch gewusst, dass das euer Parkett hier ist.“
Stolz klopfte Manfred Samurais schweißnassen Hals, ehe ich ihm überglücklich um den Hals flog. „Gott, ich kann es nicht fassen!“ Doch wie zur Bestätigung hielt er mir noch einmal den Pokal vor Nase. „Also so kann doch das Wochenende weitergehen, nicht?“ Ich nickte und widmete mich dann ganz meinem Pferd. „Samu, du bist einfach der Größte!“ ich steckte ihm ein paar Leckerli zu, die er genüsslich kaute, während er seinen Kopf an mir rieb. „Bitte hör auf, das Pferd immer so zu nennen, man könnte meinen du redest mit einem Menschen“, seufzte Manfred schon wieder auf. „Warum denn? Samu ist die Kurzform von Samurai, was soll daran so schlimm sein? Außerdem hab ich noch nie jemanden gesehen, der Samu heißt.“, rechtfertigte ich mich und führte mein Pferd zu den Boxenanlagen. „Samu kann aber auch die Kurzform von Samuel sein.“, bekam ich wie schon so oft zu hören. „Ja und ich habe dir schon oft gesagt, dass ich in Deutschland noch nie einen Samuel getroffen habe, der Samu genannt wird. Manfred hör endlich auf, es gibt niemandem mit dem Namen Samu.“ Er grummelte und reichte mir die Abschwitzdecke, die ich Samurai sofort über warf, nachdem ich den Sattel entfernt hatte. Auch die Trense tauschte ich schnell mit einem Halfter aus und machte mich dann wieder auf zur Abreitehalle. „Kommst du dann auf die Reitertribüne?“ Ich hob kurz die Hand, damit er wusste, dass ich es gehört hatte und lief weiter. In der Halle war ein ziemlicher Betrieb und so hielt ich mich überwiegend in einer Ecke auf, wo auch die Schaulustigen standen. Samu blickte sich immer neugierig um und spielte mit den Ohren. Früher wäre er durchgedreht bei diesem Menschenanlauf, den vielen Pferden und unterschiedlichen Stimmen. Doch nun trottete er friedlich neben mir her und schnaubte ab und zu in den Boden. Ich war so in mein Pferd vertieft, dass ich gar nicht mitbekam, wie mehrere Männer in die Halle kamen, dich gefolgt von einigen Fotografen und Journalisten. „Herr Haber, Herr Haber!“, riefen ein paar aufgeregt und schon blitzte es. In sekundenschnelle schoss Samurais Kopf hoch und scheuend wich er nach hinten. „Brr, Junge, alles okay.“, versuchte ich ihn zu beruhigen, doch er wurde immer panischer, da das Blitzlicht nicht aufhörte, dazu kam nun auch Mädchengekreische, was alles nur noch schlimmer machte. Samurai rollte die Augen und ich sah, wie er auf die Hinterhand ging und immer wieder leicht die Vorderbeine anhob. Auch die anderen Pferde wurden unruhig und scheuten, doch keines so schlimm wie meines. Im Hintergrund hörte ich ein paar Sicherheitsmänner die Schar unter Kontrolle bringen, als auch schon Manfred neben mir war und wir es zusammen mit viel Zureden schafften, dass Samurai sich auch langsam beruhigte. „Danke.“, sagte ich kurz zu Manfred, während ich beruhigend über den Pferdhals strich, unter dem das Blut pochte. „schon gut, ich werd schauen, dass die jetzt alle verschwinden, was will die ganze Presse nur hier?“ Ich sah ihm nach, wie er auf die Gruppe zuging und wenig später verschwanden die Mädels und die Journalisten. 5 Männer blieben zurück, die sich kurz mit dem Veranstalter unterhielten und auch mit Manfred. Ich lief derweil wieder weiter, damit sich Samurai beruhigte, schielte aber immer wieder zu der Gruppe, doch die war irgendwann aufgelöst, nur noch ein blonder Typ stand bei Manfred, der immer wieder in meine Richtung sah. „Samu, tule vihdoin!“, rief ein Mann durch die Halle und der Blonde machte kehrt und folgte der Stimme. Verdutzt blieb ich stehen und sah dem Typen hinterher, sodass ich nicht merkte, wie Manfred wieder neben mir stand. „Es tut ihm übrigens Leid, dass dein Pferd sich erschrocken hat und er hofft, es ist alles in Ordnung.“ „Wie?“ Ich sah Manfred fragend an. „Der Mann, wegen dem sich Samurai erschrocken hat, also von den Fotografen, die ihn und seine Kumpels fotografiert haben.“, erklärte er mir. „Achso.“ „Und ich hoffe du gibst mir jetzt Recht, dass auch noch welche Samu heißen.“ Ich seufzte und piekte ihn in die Seite. „Ja, okay, du hast ja gewonnen!“ Lachend gingen wir zurück zu den Boxen, damit Samurai seinen wohlverdienten Feierabend bekam und wir uns für die Party heute Abend umziehen konnten..

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
weiter weiter weiter !!!

weiter weiter weiter !!! Smile

scheiß Presse, muss denen doch klar seind as die Armen Pferde dabei sich erschrecken .... sind schließlich fluchttiere

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

Vanny
User offline. Last seen 1 Stunde 26 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 18.05.2008
Beiträge: 3813
Die Presse kümmert sich ja

Die Presse kümmert sich ja auch überhaut nicht darum das es die Pferde stört *mitdemkopfschüttel*

Weiter bitte !!!

15.07.09 Radiokonzert ffn
17.09.09 Radiokonzert N-Joy
12.11.09 Bremen- Pier 2
06.03.10 Hamburg Übel&Gefährlich
07.03.10 Berlin Columbia Club
05.06.10 Rewe Sommerfestival Hamburg
07.08.10 Rewe Sommerfestival Düsseldorf
...

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
Echt fies mit Blitzlichtern

Echt fies mit Blitzlichtern in die Abreithalle zu gehen.

und ja es gibt doch Leute die Samu heissen, kann passieren.

Lg Yazhi

Lotti93
User offline. Last seen 4 Tage 23 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 11.09.2009
Beiträge: 142
Haha.Schön,endlich eine

Haha.Schön,endlich eine Geschichte mit allen meinen Lieblingshobbys ;-P
Pferde und Sunrise Avenue...
PERFEKT Laughing out loud
Weiter!

♥Close your eyes and breathe♥
♥Close your eyes and let it come to you naturally♥
♥Just close your eyes and wait♥
♥Somebody will find you someday♥

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
Leider hält das nicht mehr

Leider hält das nicht mehr lange an.. aber bis dahin kannst du es ja noch geniesen Wink

Ich lade gleich ein neues Kapi hoch - aber ich muss erst noch Bilder laden und meine andere FF editieren, bevor ich hier weitermachen kann Wink

Vielleicht gibt es derweil noch einen Kommi?! *lieb guck*

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
Gut.. kein Kommi.. dann hier

Gut.. kein Kommi.. dann hier mal was neues Wink

-3-

Prüfend sah ich mich noch einmal im Spiegel an.
„Mandy, bist du fertig?“ Ich ging schnell zur Tür, um Manfred rein zu lassen, der mit offenem Mund vor mir stand. „Das kleine Mauerblümchen zeigt sich auch elegant?!“ Unsicher sah ich an mir herunter. „Zu viel?“ „nein, perfekt, warts ab, die schauen alle so aus. Bist du dann fertig?“ Ich nickte, packte meine Tasche und checkte noch kurz mein Make up im Spiegel, doch es saß alles perfekt. Schon lange hatte ich kein Kleid und Pumps mehr an und so fühlte es sich auch an. Unsicher stöckelte ich neben Manfred her, der ein immer breiteres Grinsen bekam. „Meinst du, bis zur Party kannst du es?“ Ich warf ihm einen giftigen Blick zu, als wir gerade am Lift ankamen, der sich öffnete. Leider hatte ich mich in dieser kurzen Sekunde nicht auf meine Füße konzentriert, sodass ich umknickte und leider voll gegen die Person stieß, die neben mir stand. „Sorry.“, brachte ich kleinlaut heraus, als ich in den erstanlicherweise kräftigen Armen hing.

Schnell half mir Manfred und ich drehte mich um, um mich bei der Person zu bedanken, als die Röte in mein Gesicht stieg. „Everything fine?“, fragte er mich, doch ich sah in diese blauen Augen. „Yes thank you. Mandy, komm wir gehen.“, meldete sich Manfred zu Wort, denn ich stand da wie versteinert. Erst im Aufzug kam ich wieder zu mir. „Jetzt seid ihr quitt. Er hat dein Pferd verschreckt und du bist auf ihn gefallen.“ „Argh, sag das nicht so, das hört sich an, als ob ich ihn unter mir begraben hätte!“, seufzte ich und verschwand sofort aus dem Aufzug, als dieser im Erdgeschoss hielt.

Wir bestellten ein Taxi und fuhren zur Halle, in der schon ziemlich viel Betrieb herrschte. Ich verzog mich zuerst auf die Toilette, da ich langsam wahnsinnig wurde mit den Schuhen. Glücklicherweise hatte ich eine große Handtasche, sodass ich in diese noch meine Ballerinas stopfen konnte, die ich jetzt anzog. Sofort lief ich bequemer und suchte direkt das Buffet auf, da ich einen riesen Hunger hatte. „Wir laufen uns echt oft über den Weg.“ Vor lauter Schreck ließ ich meinen Teller fallen, der dumpf auf dem mit einem Teppich überzogenen Boden fiel. „Oh das wollte ich nicht.“ Ich kniete mich auf den Boden, um mein Essen aufzuheben, als ich erneut in diese blauen Augen sah. „Ist schon okay.“, brachte ich kurz hervor. Ich stutzte innerlich, da der Mann scheinbar kein Deutsch sprechen konnte. Er half mir schnell und ich gab den Teller gleich einem Kellner, der eben vorbei lief. Ich dachte, der Mann wäre schon wieder weg, doch als ich mich mit einem neuen Teller umdrehte, stand er immer noch unverändert vor mir und grinste vor sich hin. „Gibt’s noch was?“, fragte ich ihn deswegen und sofort verschwand sein Lächeln. „Ähm, ich habe gedacht, wir könnten uns unterhalten. Ich bin Samu.“ Er reichte mir seine Hand, die ich musterte, ohne einen Ansatz zu zeigen, sie anzunehmen. Schlussendlich zog er sie wieder zurück und mit Freude stellte ich fest, dass es ihm so langsam die Sprache verschlug. „Also, ähm, ich muss jetzt wieder gehen, meine Leute warten wohl schon auf mich.“ Er machte kehrt, drehte sich aber wieder um und sah auf meine Schuhe. „Solltest vielleicht den Fleck wegmachen, sie nicht so toll aus.“ Verdutzt sah ich, wie er in der Menge verschwand, um dann auf meine Ballerinas zu schauen. Leider hatte er nicht Unrecht, sie waren total schmutzig. Seufzend stellte ich also wieder meinen Teller weg und ging erneut zur Toilette, wo ich aber fluchend feststellen musste, dass der Fleck eher noch größer wurde durch meine Putzaktion. Grummelnd zog ich also wieder meine Pumps an und flehte, dass ich den Abend einigermaßen überstehen würde.

Endlich, nach wohl nun fast 1 Stunde, hatte ich meinen wohlverdienten Teller in der Hand und mich zu Manfred gestellt, der mir ein paar Leute aus der Szene vorstellte. Gegen 9 kündigte der Veranstalter dann die Band an, die kurz darauf mit einem Intro erschien. Ein Aufjubeln ging durch die Menschenmenge und alle traten näher an die Bühne heran, auf die immer mehr Männer liefen. Ich konnte mir keinen Reim draus machen, aber irgendwie kamen mir die vom Sehen bekannt vor. „Wie hieß die Band noch einmal?“, fragte ich Manfred.
„Sunrise avenue.“
„Die, die gerade in Deutschland auf Tour sind und diesen einen Hit da haben?“ Auch wenn ich mir nicht viel aus diesen Bands machte, mein Gedächtnis war doch ziemlich gut. „Jep und ich glaube den kennst du auch.“ Er zeigte schmunzelnd auf die Bühne, auf die noch eine weitere Person mit einer weißen Gitarre gelaufen war und als ich die Person sah, dachte ich, ich wäre im falschen Film..

Vanny
User offline. Last seen 1 Stunde 26 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 18.05.2008
Beiträge: 3813
Samu Ja jetzt sieht sie

Samu Laughing out loud Ja jetzt sieht sie auch das er zur Band gehört Wink

Freu mich auf das nächste Kapitel

15.07.09 Radiokonzert ffn
17.09.09 Radiokonzert N-Joy
12.11.09 Bremen- Pier 2
06.03.10 Hamburg Übel&Gefährlich
07.03.10 Berlin Columbia Club
05.06.10 Rewe Sommerfestival Hamburg
07.08.10 Rewe Sommerfestival Düsseldorf
...

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
weiter !

weiter ! Smile

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

Manu
User offline. Last seen 1 Tag 4 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 30.07.2009
Beiträge: 1704
Wie kann man nur so

Wie kann man nur so unfreundlich zu dem Guten sein?! Wink

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
mir egal.. bitte -4- Dieser

mir egal.. bitte Wink

-4-
Dieser blonde Typ, der sich mit als Samu vorgestellt hatte, stand dort oben auf der Bühne, spielte wie ein verrückter auf seiner Gitarre und haute mich mit seiner Stimme fast um. Auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, so hatte die Musik mich sofort gefangen genommen.
„Die sind gar nicht so schlecht.“, versuchte ich es herunter zu spielen, traf aber sofort auf Manfreds Grinsen.
„das aus deinem Mund heißt so viel wie, dass sie saugeil sind.“
Ich schüttelte seufzend den Kopf.
„Du kennst mich langsam einfach zu lange.“
Nachdenklich sah ich Blondie zu, wie er hin und wieder mit ein paar jungen Frauen in der ersten Reihe blödelte, was mich in meinem Vorurteil gegenüber diesen Sängern bestätigte. Auch wenn die Musik nicht schlecht war, wurde es mir dann nach einer halben Stunde doch zu langweilig und so machte ich mich wieder auf zum Buffet, das immer noch reichlich gedeckt war.
Nach etwas mehr wie einer Stunde und zahlreichen Tellern und ein paar Gläsern Wein war das Konzert fertig und der Veranstalter bedankte sich unter einem jubelnden Publikum für die Show. Ich beschloss noch kurz bei Samurai vorbei zu schauen und entschuldigte mich schnell bei der Gruppe, bei der ich stand. Klackernd lief ich die lange Boxengasse entlang, ehe ich stoppte und ich ein bekanntes Grummeln hörte.
„Hey Samu.“, flüsterte ich und öffnete die Tür. Sofort kam er auf mich zugelaufen und schnaubte in meine Hand, bevor er seinen Kopf auf meine Schulter legte.
„Na, lassen dich hier alle in Frieden, mein Dicker?“
Ich sah, wie er die Augen entspannt schloss, während ich sein Fell kraulte. Ich genoss jedes Mal auf ein Neues diese Zweisamkeit mit meinem wohl besten Freund. Ich verließ noch einmal schnell die Box, um eine Bürste zu holen, als ich eine Person erkannte, die in einem gewissen Abstand zu mir stand.
„Kann ich ihnen helfen?“, fragte ich, doch die Person sagte nichts, sondern kam näher auf mich zu. Ich wurde panisch, schmiss die Bürste wieder in die Box und wollte weglaufen, doch leider vergaß ich, dass ich meine Absätze anhatte und so knickte ich weg und fiel unsanft auf den Boden.
„Autsch.“, fluchte ich und fasste mir an den Knöchel, der sofort höllisch weh tat.

„Hast du dir weg getan?“
Als ich diese bekannte Stimme hörte, blickte ich auf. Wieder war es dieser Blonde, der sich jetzt neben mir in die Hocke ging und mich besorgt ansah.
„Geht schon.“, sagte ich schnell und wollte aufstehen, sackte aber sofort mit einem Aufstöhnen wieder nach unten.
„Lass mal schauen.“
Er schien wirklich nicht nachgeben zu wollen und widerwillig ließ ich ihn meinen Schuh ausziehen, allerdings bekam ich sofort eine Gänsehaut, als ich seine warme Hand an meinem Knöchel spürte. Er fuhr darüber und sofort zuckte ich zurück.
„Sorry, das wollte ich nicht.“
Er sah wieder von meinem Fuß auf und irgendwie kam es mir so vor, als hätte ich auf einmal einen ganz anderen Menschen mir gegenüber, als vorhin am Buffet.
„Ich hol schnell ein kaltes Tuch, okay?“
Ich nickte ihm zu, mehr brachte ich gerade nicht zustande. Schon bald kam er wieder zurück, setzte sich neben mich und legte das Tuch über meinen Fuß.
„Ah.“, schrie ich erschrocken auf.
„Oh tut mir Leid.“, entschuldigte er sich sofort und drückte das Tuch vorsichtig noch fester an meinen Fuß.
„Soll ich einen Arzt holen?“
Ich schüttelte den Kopf.
„nein, das geht sicher bald wieder weg. Ich bleib einfach ein wenig hier sitzen.“
Er nickte und schneller als ich schauen konnte, saß er neben mir und lehnte sich mit dem Rücken an die Box hinter uns an.
„Dann bleibe ich da, ich will ja nicht, dass dir was passiert, ich hab schon genügend in deiner Nähe angestellt.“
Ich musste schmunzeln.
„Naja, eigentlich kannst du ja für nichts etwas, bin ja selber schuld.“
Er wollte gerade etwas sagen, als ein Wiehern die Stille durchdrang.
„Samu ist alles okay!“, sagte ich beschwichtigend und sofort hörte ich das zufriedene Schnauben. Als ich allerdings zu meinem Sitznachbarn sah, trugen die Fragezeichen über seinem Kopf schon einen Wettkampf aus.
„Das war mein Pferd, Samurai.“, klärte ich ihn auf.
„Und das nennst du Samu?“
Ich nickte und dieses Mal sah ich ihn fragend an, als er losgrinste.
„Wieso lachst du?“
Die Frage brachte ihn allerdings nun wirklich zum Lachen.
„Weil ich Samu heiße.“
„Du?“ Doch gleichzeitig fiel mir ein, dass er sich am Buffet tatsächlich mit diesem Namen vorgestellt hatte.
„und ich habe noch mit meinem Chef gewettet, dass es nie jemanden geben wird, der so wie mein Pferd heißt.“
Ich schüttelte lächelnd den Kopf.
„Naja in Deutschland wird der Name auch nicht so bekannt sein, in Finnland gibt es den schon öfters.“
„Du kommst aus Finnland?“
Er nickte.
„Ja, wie auch meine Band, die vorhin gespielt hat.“
„Oh ja mit dem ominösen Sänger!“, meinte ich grinsend.
„Hey.“, kam es sofort aufgebracht von ihm.
„Sorry, war nicht so gemeint. Eure Musik ist echt nicht schlecht, aber ich bin nicht so der Musikfreund. Ich hör zwar Radio, aber sonst mach ich eigentlich nicht viel in diese Richtung. Aber freue dich, den einen Song von euch habe sogar ich gehört.“
Er schlug sich an die Brust, aber wohl eher ironisch.
„Jetzt bin ich aber stolz.“ I
ch kuffte ihn in die Seite. Auch wenn ich diesen Mann erst seit wohl ein paar Minuten kannte, fühlte ich mich wohl in seiner Nähe.
„und du startest also hier?“
Ich nickte stolz.
„Ja und heute hab ich sogar schon ein Springen gewonnen. Morgen starte ich noch im großen Preis, mal schauen wie das wird. Das ist das erste richtig große Turnier für uns.“
Wortlos stand Samu auf und guckte in die Box rein.
„Mit dem Schwarzen, oder wie?“
Ich streckte meine Hand aus, damit er mich hochzog, was er sofort tat.

„Geht’s?“
Ich nickte und lockte Samurai an die Tür, die ich schnell geöffnet hatte. Samu wich einen Schritt zurück, als er merkte, wie groß das Pferd war.
„Angst?“
Er schüttelte den Kopf.
„Respekt.“
„Ah ja“, murmelte ich, wobei ich mir schon sicher war, dass er Schiss hatte.
„Naja, ich lass ihn jetzt in Ruhe, er muss morgen fit sein.“
Ich drehte mich um und wollte weiter, doch Samu war wohl auf meinen Rückzug nicht gefasst gewesen, sodass ich frontal in ihn krachte. Er selber war auch ziemlich überrascht, denn er verlor das Gleichgewicht und zusammen fielen wir auf die Boxengasse.
„Oh sorry, das wollte ich nicht.“, entschuldigte ich mich und rollte neben ihn, mein Knöchel tat glücklicherweise nicht mehr so weh. Doch Samu fing auf einmal laut an zu lachen, sodass auch Samurais Kopf aus der noch offenen Boxentür lugte.
„Viele Frauen hätten das jetzt mit Absicht gemacht, dass sie einmal auf mir drauf liegen können und du verschwindest sofort.“

– Er war also doch einer dieser Womanizer!

Doch genau in diesem Moment, in dem ich aufstand, die Boxentür schloss, meinen Schuh wieder anzog und mich freundlich von Samu verabschiedete, da ich morgen früh raus müsste, beschloss ich, dass er bei mir auf Granit beißen würde!

Manu
User offline. Last seen 1 Tag 4 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 30.07.2009
Beiträge: 1704
Wird wohl eher weicher

Wird wohl eher weicher Sandstein sein, auf den er beißt, oder?

Vanny
User offline. Last seen 1 Stunde 26 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 18.05.2008
Beiträge: 3813
Wie lange sie wohl noch bei

Wie lange sie wohl noch bei der Ansicht bleibt, das Samu bei ihr auf Granit beißen wird Laughing out loud

Weiter bitte !!!!

15.07.09 Radiokonzert ffn
17.09.09 Radiokonzert N-Joy
12.11.09 Bremen- Pier 2
06.03.10 Hamburg Übel&Gefährlich
07.03.10 Berlin Columbia Club
05.06.10 Rewe Sommerfestival Hamburg
07.08.10 Rewe Sommerfestival Düsseldorf
...

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
oh, nee, sie soll doch nett

oh, nee, sie soll doch nett sein mit Samu...

Lg Yazhi

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
Samuuuuuuuuuuuuuuuuuu

Samuuuuuuuuuuuuuuuuuu Laughing out loud

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

Juju
User offline. Last seen 2 Tage 6 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 15.07.2009
Beiträge: 1048
ich les auch mit und will

ich les auch mit Smile und will wissen wie es weiter geht...bitte weeeiiiiteeer

© Samu ich will KEIN kind von dir, ich will ein PopGasm MIT dir =D

♥ Dortmund - 19.11.2009!!! Es war so toll!!
♥ Recklinghausen - 12.03.2010 so unbeschreiblich!
?Mannheim - 24.7. 2010?
!Köln - 21.8. 2010
!Bochum Zeltfestival Ruhr - 05.09.2010

sarah95
User offline. Last seen 3 Stunden 2 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 04.01.2010
Beiträge: 732
die Geschichte klingt

die Geschichte klingt richtig toll! Pferde und Sunrise Avenue, besser geht's nicht!!!
Ich bin dafür, dass sie nett ist Smile

lg Sarah

Helli
User offline. Last seen 5 Tage 39 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 21.02.2010
Beiträge: 21
Schöne Geschichte

Das ist wirklich eine schöne Geschichte, ich hoffe es geht bald weiter. Smile

15.10.2007 Hamburg/CCH
19.09.2009 N-Joy Radiokonzert/Hamburg
10.11.2009 Hamburg/Große Freiheit
06.03.2010 Hamburg/Übel & Gefährlich

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
-5- Summend stand ich in

-5-

Summend stand ich in Samurais Box und bürstete ihn auf Hochglanz.
„Kommst du schnell mit, den Parcours besichtigen?“
Thorsten, einer von Manfreds Reitern stand an der Tür.
„Ja okay.“
Schnell legte ich die Bürste weg und zusammen liefen wir in die große Halle. Sie war mittlerweile schon ziemlich gut besucht und es war schwer sich bei dem Lärmpegel gut auf die Hindernisse zu konzentrieren. Manfred erklärte uns alle Kniffe und prüfend rollte ich hin und wieder an den Stangen. Die Mächtigkeit der einzelnen Sprünge war doch sehr imposant.
„Glaub mir, Samurai wird nicht mal merken, dass er da gerade drüber springt.“
Thorsten stand wieder neben mir und grinste mich an. Seit langem versuchte er, bei mir zu landen, hatte aber bisher keinen Erfolg damit gehabt.
„Im Gegensatz zu Livia.“
Er verdrehte die Augen.
„Mensch, nur weil mein Pferd teilweise eine wirkliche Zicke ist..“
Ich lachte und folgte Manfred, der wieder aus der Halle lief.
„Weißt du schon, wann ich starte?“
Er nickte und reichte mir die Starterliste.
„du bist ziemlich am Anfang dran, also würde ich dir sagen, dass du Samurai langsam fertig machst und so bis in einer halben Stunde in der Abreitehalle bist. Du weißt ja selbst, wie lange er braucht.“
Ich nickte und bog in Richtung Boxengasse ab. Ich war gerade damit beschäftigt, den Sattel festzuziehen, als ich das Gefühl hatte, jemand stehe an der Box.
„Thorsten hast du wieder etwas vergessen? Ich kann nicht immer deine Sachen dabei haben.“, sprach ich eher gegen den Pferdekörper, da ich mich nicht umdrehte.
„Nein, ich wollte dir eigentlich noch viel Glück wünschen.“
Mein Kopf schoss nach oben, als ich diese Stimme von gestern wieder hörte.
„Du hast mich verstanden?“
Ich drehte mich um und sah in das grinsende Gesicht von Samu.
„Naja, mein Vater ist Deutscher und ich verstehe doch ziemlich viel.“, erklärte er mir auf Englisch.
„aber trotzdem wollte ich dir noch viel Glück wünschen.“
Ich dankte ihm und guckte an ihm vorbei auf die Boxengasse.
„Bist du alleine?“
Er spielte verlegen in seinen Haaren.
„Ja, also die sind im Hotel. Ich hab gemeint, ich muss noch einmal zur Halle, weil ich etwas erledigen muss.“
Das vorher noch erhabene Lächeln war einem etwas unsicheren gewichen.
„Du bist nur hierher gefahren, um mir viel Glück zu wünschen?“
„Naja, ich wollte dich auch noch gewinnen sehen.“, gab er zu.
„Ich und gewinnen? Wenn ich unter den besten 10 bin, bin ich schon glücklich, aber danke.“
Ich streifte Samu die Trense über und öffnete die Tür.
„Ich komm mit.“, kam es sofort von ihm und trottete neben mir her, seine Hände lässig in seinen Hosentaschen versteckt.
„Soll ich dir was helfen?“, fragte er sofort hilfsbereit, als ich in der großen Halle stand.
„Du kannst ihn halten, wenn du willst.“
Ich reichte ihm die Zügel, die er voller Respekt festhielt, während ich den Gurt noch einmal anzog und die Bügel runter ließ. Schnell saß ich auf dem Rücken meines Schwarzen und nahm die Zügel auf.
„Danke.“
Er grinste mich an.
„Gern geschehen. Ich werde jetzt was essen und dich dann von der Bühne aus anfeuern!“
Er klopfte Samurais Hals und ging seines Weges. Grinsend wärmte ich mein Pferd auf und schon bald wurde ich aufgerufen. Manfred gab mir noch ein paar Hinweise von den vorherigen Reitern und dann galoppierte ich in die Halle. Knapp 10000 waren anwesend und auch das Fernsehen übertrug den Preis. Ich grüßte schnell die Richter, ließ Samurai ein wenig rückwärts laufen, um dann anzugaloppieren. Mein Weg zum ersten Hindernis führte an der VIP-Tribüne vorbei, wo tatsächlich Samu am Geländer stand und beide Daumen hochhielt, doch meine Konzentration richtete sich sofort auf die Aufgabe vor mir, die ich nach knapp 2 Minuten ohne Fehler gemeistert hatte, als erste.
Überglücklich verließ ich wieder die Halle und ließ mich auf den Boden gleiten.
„Respekt Mädchen. Du gehst jetzt erst einmal was essen und trinken, ich kümmere mich um Samurai, damit ihr beide fit seid für das Stechen.“
Ich machte mich zu den Essständen auf, als mir auch schon Samu über den Weg lief.
„Du bist klasse geritten!“, jubelte er und ehe ich es versah, hatte er mich schon hochgehoben und wirbelte mich herum.
„Samu lass das, bitte!“
und sofort stand ich wieder auf den Beinen.
„sorry, hab mich nur gefreut. Hast du jetzt gewonnen?“
Ich schüttelte grinsend den Kopf und lief weiter zu den Ständen.
„Nein, erst wenn niemand null Fehler hatte, sobald einer dazu kommt, muss ich in ein Stechen.“
„Oh, naja ich kenn mich halt damit nicht so aus.“
Ich bestellte mir eine Wurst, die Samu trotz meines Protestes bezahlte und er zog mich dann zur VIP-Tribüne, wo wir uns hinsetzten. Wir waren so in die Unterhaltung vertieft, dass ich die Zeit total vergaß, als Manfred zu mir hoch schrie.
„Verdammt Mandy, in 10 Minuten beginnt das Stechen!“
ich schreckte auf, entschuldigte mich schnell bei Samu und eilte in die Abreitehalle.
„Hast du dir den Stechparcours angesehen?“
Ich schüttelte verzweifelt den Kopf. Schnell versuchte ich mir an dem Brett die Reihenfolge einzuprägen, eilte noch einmal zur Halle, um mir den Weg vorzustellen und dann zurück in die Halle, um ein paar Probesprünge zu machen. Ich war völlig im Stress und das spürte auch mein Dicker unter mir. Nervös tänzelte er herum und ich hatte eine ziemliche Arbeit, in richtig auf die Sprünge hinzureiten. Doch ändern konnte ich nichts mehr, da ich schon aufgerufen wurde.
Als wir in die Halle kamen, wurde Samu noch nervöser und schlug unruhig mit dem Kopf. Insgeheim betete ich, dass niemand direkt auf uns blitzen würde und so startete ich den Parcours. Es war zwar verdammt anstrengend, aber wir hatten ein gutes Tempo und ritten gerade den letzten Sprung an, der an der Seite der VIP-Tribüne war, als es plötzlich kurz vor dem Sprung blitzte.
Samu legt abrupt eine Vollbremsung ein, rutscht aber ins Hindernis, weshalb er vorne überknickt und ich hart gegen die Stangen pralle, sodass ich bewusstlos werde, ehe Samurais schwerer Pferdekörper auf mich fällt…

Vanny
User offline. Last seen 1 Stunde 26 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 18.05.2008
Beiträge: 3813
Das hat sie den Ritt noch so

Das hat sie den Ritt noch so gut hinbekommen und dann sowas Shock

Weiter bitte !!!

15.07.09 Radiokonzert ffn
17.09.09 Radiokonzert N-Joy
12.11.09 Bremen- Pier 2
06.03.10 Hamburg Übel&Gefährlich
07.03.10 Berlin Columbia Club
05.06.10 Rewe Sommerfestival Hamburg
07.08.10 Rewe Sommerfestival Düsseldorf
...

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
Ups, so ein Sturz hätte echt

Ups, so ein Sturz hätte echt nicht sein müssen, vorallem gleich Ohnmächtig werden, ich hoffe sie hat sich nicht allzuviel getan.

Weiter bitte.

Lg Yazhi

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
Schona ls ich den anfang

Schona ls ich den anfang gelesen habe wo Samu ihr die Daumen hochhält hab ich gedacht, dass das mit nem Unfall endet O.o
...
ich hoffe Samurai muss nicht eingeschläfert werden und ihr geht es auch gut.
weiter bitte ! Smile

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

sarah95
User offline. Last seen 3 Stunden 2 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 04.01.2010
Beiträge: 732
Oh nein! Wer hat denn da ein

Oh nein!
Wer hat denn da ein Foto gemacht??? Mit geblitzt meinst du doch ein Foto, oder?
Leute die auf Reitturnieren Fotos machen sind echt das allerletzte...
hoffenltich hat sie sich nicht zu sehr verletzt...

lg Sarah

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
Tja.. wie es ihr geht werdet

Tja.. wie es ihr geht werdet ihr jetzt erfahren.. wie es dem Pferd geht kommt glaube ich im nächsten Kapitel..

___________-

-6-

Zuerst leise dann immer lauter vernahm ich ein gleichmäßiges Piepsen, sodass ich irgendwann schwerfällig die Augen öffnete. Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, dass ich in einem Zimmer lag. Draußen war es dunkel und auch im gesamten Zimmer war nur mäßig Licht. Ich wollte schlucken, als ich bemerkte, dass ich einen Schlauch im Mund hatte.
Panisch blickte ich mich im Raum um, als schon die Tür aufgerissen wurde und mehrere Leute in den Raum rannten.
„Schnell, den Tubus entfernen. Schön, dass sie wieder unter uns sind Frau Kern.“
Ein Mann lächelte mich an und begutachtete meine Werte, während eine Schwester mir vorsichtig den Schlauch entfernte. Sofort schmatzte ich ein wenig und holte ganz tief Luft. Leider bekam ich aber kein Wort heraus, weshalb mir sofort ein Glas gereicht wurde. Das Wasser fühlte sich herrlich an.
„Wo bin ich.“, flüsterte ich heiser.
„Sie sind im Krankenhaus. Bei ihrem Turnier sind sie schwer gestürzt. Sie waren jetzt knapp 2 Wochen im künstlichen Koma.“
Geschockt sah ich den Mann an, als sich schon die Tür öffnete.
„Oh Gott, Liebling!“
Meine Mutter rannte auf mich zu und ich öffnete meine Arme.
„Mama!“, schluchzte ich und fing sofort an zu weinen.
„Oh Gott, endlich bist du wieder unter uns, wir hatten solche Angst.“
Auch ihre Stimme war zittrig. Mein Vater war ebenfalls ins Zimmer gekommen und drückte meine Hand ganz fest.
„Mama, wie bin ich hier her gekommen?“
Sie schluckte und setzte sich auf mein Bett, während mein Vater sich einen Stuhl nahm.
„Du warst auf dem Turnier in Köln. Im Stechen muss sich dein Pferd vor einem Blitz erschrocken haben, der auf der VIP-Tribüne entstand. Jedenfalls hat es gescheut und ihr seid beide in das Hindernis gefallen, Samurai auf dich drauf.“
Tränen standen in ihren Augen.
„Und wieso lag ich im Koma?“, fragte ich unsicher.
„Deine Wirbelsäule ist an zwei Stellen gequetscht worden. Du wurdest sofort notoperiert, allerdings konnte man nur einen Bluterguss entfernen und man wusste nicht, wie dein Rückenmark darauf reagiert. Deswegen hat man dich in ein künstliches Koma gelegt, aus dem man dich jetzt geholt hat.“
Ungläubig sah ich sie an, ich konnte das alles nicht so richtig glauben.
„Wann kann ich nach Hause?“
Nun weinte meine Mutter wieder und mein Vater räusperte sich.
„Du musst noch länger hier bleiben. Versprich mir, dass du jetzt nicht in Panik gerätst, wenn du jetzt versuchst, deine Beine zu bewegen.“
Verwirrt sah ich ihn an und sah zu meinen Füßen, doch nichts bewegte sich.
„Oh mein Gott.“, stammelte ich und starrte wie gebannt auf die leblosen Beine von mir.
„Die Ärzte konnten durch die Operation verhindern, dass du vollständig gelähmt bist, allerdings konnten sie nicht verhindern, dass du ab der Hüfte gelähmt bist.“
Wasser schoss in meine Augen. Innerhalb kürzester Zeit schien sich mein Leben dramatisch verändert zu haben.
„Bitte Liebes.“, flüsterte meine Mutter, doch ich drückte ihre Hand weg.
„Lasst mich allein, bitte.“
Traurig richteten sie sich auf, doch meine Mutter nahm noch etwas vom Tisch neben mir.
„Das hat dir ein junger Mann da gelassen. Er hat die letzte Woche den Platz neben deinem Bett fast nicht verlassen. Aber irgendwie musste er beruflich wieder gehen.
Er hat uns diese CD hier gegeben und gesagt, wir sollen ihn anrufen, wenn du wieder wach bist.“
Noch kurz vergaß ich meine Trauer.
„Wer?“
„Er hat sich glaube ich mit Samu vorgestellt und kommt aus Finnland.“
Langsam dämmerte es mir, doch ich konnte mir keinen Reim daraus machen, dass er eine Woche hier neben mir gesessen haben sollte.
„Danke.“
Ich nahm ihr die CD ab und beide verließen das Zimmer.
–Sunrise Avenue- pragte dort mit dem Titel „On the way to wonderland“
Als ich das las, liefen die Tränen in Sturzbächen an meinen Wangen herab. Ich wusste, dass das nicht die Absicht von Samu war, doch ich war nur noch verzweifelt.
Ich befand mich gerade auf dem Weg durch einen Albtraum und das Ende war noch lange nicht in Sicht – ich war gerade erst am Anfang!

sarah95
User offline. Last seen 3 Stunden 2 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 04.01.2010
Beiträge: 732
*HEEEEUUUULLLL* Nein!!! Das

*HEEEEUUUULLLL*
Nein!!! Das ist so traurig...
weiter

lg Sarah

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
die arme, die tut mir soo

Sad
die arme, die tut mir soo leid Sad

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
och nein... nicht gelähmt

och nein... nicht gelähmt sein.

Ich hoffe es war nicht Samu der geblitzt hat.

Lg Yazhi

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
-7- Irgendwann hatte ich

-7-

Irgendwann hatte ich mich in den Schlaf geweint und wachte in der Früh auf, als eine Schwester nach meinen Werten sah.
„Der Doktor kommt später, um Sie genauer zu untersuchen.“
Ich nickte schwach und blickte auf den Teller, auf dem mein Frühstück lag. Ich hatte verdammt viel abgenommen in den 2 Wochen, doch ich bekam nichts runter.

Den halben Vormittag starrte ich aus dem Fenster, nachdem ich auf die normale Station verlegt worden war, bis es leise an der Tür klopfte.
„Ja?“, rief ich in den Raum und langsam öffnete sich die Tür. Ein Blondschopf wurde erkennbar und überrascht stellte ich fest, dass Samu in den Raum trat.
„Ich bin so froh, dich wieder wach zu sehen!“
Er setzte sich auf mein Bett und grinste mich überglücklich an.
„Naja, bisher frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn ich gleich gestorben wäre.“, gab ich schlecht gelaunt zurück und sofort vergrößerten sich seine Augen.
„Sowas darfst du nicht sagen, bitte.“, versuchte er mich zu beruhigen, doch ich fuhr ihn noch mehr an.
„Ach ja? Ich liege hier in diesem Bett und kann meine Beine nicht mehr bewegen – Meine Beine! Ohne sie kann ich meinen Job, mein Leben vergessen! Wie soll ich jemals wieder reiten können. Ich bin innerhalb von ein paar Sekunden zum Krüppel geworden, Samu, zum KRÜPPEL!“, schrie ich ihn an. Er tat mir Leid, Leid, dass er sich das anhören musste, doch seit gestern Nacht hatte sich eine Wut in mir gesammelt – Wut und Trauer, die sich immer mehr in mir aufgebaut hatten, je mehr Zeit ich zum Nachdenken hatte. Erneut liefen mir Tränen über das Gesicht.
„Mandy, es tut mir so Leid, wirklich.“, flüsterte er.
„Samu, du kannst doch nichts dafür. Niemand kann etwas dafür, dass mein Pferd sich vor dem Blitz erschrocken hat.“
Er senkte den Kopf, als er mir leise antwortete.
„Doch. Die Kamera war auf mich gerichtet und von mir wurde das Foto gemacht.“
Ich sah, wie seine Augen glitzerten.
„Samu, das hätte doch jedem passieren können. Wenn das Foto nicht von dir gemacht worden wäre, dann von jemand anderem.“
Er schüttelte den Kopf.
„Ich hab solche Schuldgefühle. Wegen mir liegst du jetzt hier, nur weil ich überall erkannt werde. Ich hasse es.“
Er stand wieder von meinem Bett auf und stellte sich ans Fenster.
„Hast du die CD bekommen?“
Er wandte seinen Blick wieder vom Fenster.
„Ja, danke, aber ich habe hier keinen CD-Player, deswegen konnte ich sie nicht hören.“, log ich schnell. Einen Discman habe ich heute früh in meiner Schublade gefunden, doch ich wollte die Cd nicht hören, zu sehr beschäftigte mich der Titel. Aber in dem Zustand, in dem sich nun auch Samu befand wollte ich ihm das nicht sagen.
„Samu, darf ich dich etwas fragen?“
Er drehte sich um und kam wieder an mein Bett.
„Was denn?“
„Bist du etwa hierher geflogen?“
Er nickte.
„Ja, deine Eltern hatten mich heute Nacht noch angerufen und gesagt, dass du wieder wach bist. Ich hab sofort alles stehen und liegen gelassen und bin hierher.“
„Und weißt du was von Samurai? Wie geht es ihm.“
Die Farbe wich aus seinem Gesicht.
„Samu, bitte sag es mir.“, flehte ich ihn an.
„Er ist tot. Er hat sich angeblich einen schweren Bruch des Vorderbeines zugezogen, so stand es in der Zeitung. Sie mussten ihn noch vor Ort einschläfern, das Turnier wurde vorzeitig beendet.“
Mein Herz hörte auf zu schlagen, als ich das hörte.
„Nein..“, flüsterte ich.
„Es tut mir alles so Leid.“, schluchzte Samu.
„Lass mich in Ruhe.“, fuhr ich ihn an und mit gesenktem Kopf ging er Richtung Tür.
„Wenn du übrigens die CD aufgemacht hättest, hättest du einen Zettel gefunden.“
Mit den Worten schloss sich die Tür und erneut fing ich wieder an hemmungslos zu weinen

– der Alptraum wurde langsam zur bitteren Realität!

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
Och, Samu tut mir leid, er

Och, Samu tut mir leid, er macht sich Vorwürfe und wird noch Angeschnautz.

Ich hoffe er lässt sich davon nicht unterkriegen, irgendwann wird sie sich schon wieder beruhigen und sich mit ihrem Schicksaal abfinden.

Ist halt extrem viel wenn man erfährt, man ist Querschnittsgelähmt und sein Pferd musste eingeschläfert werden.

Lg Yazhi

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
traurig aber was steht auf

Sad traurig Sad
aber was steht auf dem Zettel ??

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
Der Zettel.. da musste dich

Der Zettel.. da musste dich noch verdammt lang gedulden Wink

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
so ein dreck dann warte ich

so ein dreck Laughing out loud dann warte ich halt Tongue

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
so.. ich kicke euch noch ein

so.. ich kicke euch noch ein neues Kapitel rein.. bin ja jetzt im Regen unterwegs und versuche ein autogramm zu kriegen *lach*

-8-

Der Tag zog sich nur noch wie ein Schleier an mir vorbei. Auch meine Eltern konnten daran nichts ändern. Ich sprach nicht viel und starrte entweder an die Decke, oder aus dem Fenster. Das Gespräch mit dem Arzt hatte meinen Zustand nur noch verschlimmert.
Durch die OP konnte zwar verhindert werden, dass ich vom Hals ab gelähmt wäre, aber die andere Quetschung war so schwerwiegend, dass ich einen Versuch wohl mit dem Leben bezahlt hätte.
Leider gab es zurzeit wohl auch keinen Arzt, der so eine Operation mit mehr als 30 % durchführen konnte. Ich war somit offiziell an den Rollstuhl gebunden. Von einem Tag auf den anderen war ich von anderen Menschen abhängig.
„Schatz, wir werden alles für dich tun, egal was, okay?“, meinte meine Mutter, doch damit machte sie mich noch trauriger.
„Nein, Mama, das einzige, was ich will ist mein Leben zurück – das Leben das ich früher gelebt habe.“
Erneut weinte ich und meine Mutter versuchte mich so gut es ging zu trösten. Irgendwann war ich wohl wieder eingeschlafen, weil die Aufregung zu groß war.

Erst die Klänge einer Gitarre weckten mich wieder auf. Ich blinzelte ein wenig und sah Samu auf der Fensterbank sitzen, völlig in die Musik vertieft und auch ich war fasziniert und lauschte dem Text, den er leise von sich gab..

"Dream on you boys
I know it feels cold around now
But we will raise our voices someday

Leave the past behind
And smile for what is here now
We will be as one all the way

On the way to wonderland
On the way to wonderland

We don't know wonderland
We don't know how to get there
We will keep on searching for the way

We dream all the way
Of the moments we'll have there
We can see them all clear today
On the way to wonderland
On the way

Sometimes the night is cold
There are times we hurt inside
Sometimes the goal seems too far away

We don't know wonderland
We've heard about the ones who've been there
It's a place made for us they say
On the way to wonderland

We see the sun we're gonna run
Towards the wonderland
The only place where we belong
The search will never end
We push against the wind and rain
Beating tears and pain
Together we can find
Together we can find

We see the sun we're gonna run
Towards the wonderland
The only place where we belong
The search will never end
We push against the wind and rain
Beating tears and pain

Together we can find
Together we can find
Together we can find
Wonderland...Wonderland...Wonderland...
Wonderland...Wonderland...Wonderland... "

„Das war schön.“, meldete ich mich leise zu Wort und Samu sah auf.
„Du warst wach?“
Ich lächelte leicht.
„Als ob ich bei einem so schönen Lied schlafen könnte.“
Er legte die Gitarre weg und zog sich einen Stuhl neben mich.
„Wie geht es dir?“
Ich seufzte.
„Wie soll es mir gehen. Ich liege in einem stickigen Zimmer, sehe eine weiße Wand und kann nicht mehr laufen, noch Fragen?“
Er fasste meine Hand und drückte sie.
„Mandy, ich habe dich als eine starke Persönlichkeit kennen gelernt und ich möchte, dass du mir das jetzt zeigst. Wenn du willst kannst du alles erreichen, auch im Rollstuhl und wer sagt, dass du eines Tages nicht doch wieder laufen kannst? Wenn du immer daran denkst, dann geht das in Erfüllung.“
Ich senkte den Blick und schüttelte den Kopf.
„Mandy.. erinnerst du dich an den Song gerade eben? Sometimes the night is cold –“
“There are times we hurt inside.
Sometimes the goal seems too far away.
We don't know wonderland.”, sagte ich leise und hob den Kopf wieder an.
„Ja genau und wenn du willst begleite ich dich dabei. Egal was ist, ich stehe dir zur Seite.“
Er verstärkte seinen Druck auf meine Hand und sah mich intensiv an.
„Warum?“, flüsterte ich.
„Warum? Weil ich das machen muss. Ich weiß nicht warum, es fühlt sich an wie ein Bruderkomplex.“
Nun musste ich doch auch lächeln.
„Mein Bruder, der Rockstar.“
Wir fingen herzhaft an zu lachen, das erste Mal seit meinem Aufwachen.
„Meinst du, ich kann ein wenig an die frische Luft?“
Samu zuckte mit den Schultern.
„Ich kann ja mal die Schwester fragen.“
Schon war er aufgesprungen und kam wenig später mit einem Rollstuhl und einer Schwester zurück.
„Ich helfe ihnen schnell, sich etwas anzuziehen, es ist ziemlich kalt draußen, ja?“
Ich nickte und sie zog meine Beine zur Seite und meinen Oberkörper komplett nach oben. Es fühlte sich verdammt merkwürdig an, seine Füße nicht bewegen zu können und ein wenig schockiert sah ich auf die laschen Glieder.
„Es ist alles gut.“
Samu hatte sich unbemerkt neben mich gestellt und legte seine Hand auf meinen Rücken. Ich nickte kurz und dann drehte er sich kurz weg, damit die Schwester mir etwas anziehen konnte.
„Okay.“
Er drehte sich wieder um und blickte vom Rollstuhl zu mir.
„Nein, denk nicht dran.“, sagte ich sofort, doch er hatte mich schon auf den Arm genommen und in den Rollstuhl gehievt.
„Das will ich aber nicht so oft haben.“, beschwerte ich mich sofort, während mir die Füße ordentlich festgeschnallt wurden.
„Och, wenn ich schon hier bin, kann ich dann wenigstens ein wenig Fitnesstraining machen.“
Er zwinkerte mir zu und schob mich aus dem Zimmer. Kaum war ich draußen, zog ich die frische Luft tief in meine Lungen. Samu schob mich eine Weile durch den Park, bis wir an einer Bank ankamen und er sich setzte. Jeder hing seinen Gedanken nach und ich begann leicht zu frösteln, als ich auch schon Samus Jacke über den Schultern spürte.
„danke.“, meinte ich und er fuhr über meinen Kopf.
„Ist schon okay. Ich muss morgen leider wieder zurück. Wir haben mehrere Termine rein bekommen, aber der Arzt hat gemeint, dass du nächste Woche vielleicht schon auf Reha bist.“
Traurig sah ich ihn an.
„Mach dir keine Sorgen, ich würde ich gerne besuchen, wenn das möglich ist. Deine Eltern sollen mich einfach auf dem Laufenden halten.“
Da es schon ziemlich frisch wurde, fuhren wir wieder in mein Zimmer, wo Samu dann auch schon gehen musste. Meine Eltern wollten heute Abend auch noch einmal vorbeischauen, sie hatten vorhin auf Samus Handy angerufen und gefragt, wie lange er hier wäre.
„Naja, okay, also ich werde dann gehen.. ach ja, das habe ich ganz vergessen…“
Er kramte in seiner Jacke und zog einen IPod heraus.
„Da du heute schon einen Teil vom Album gehört hast, habe ich mir gedacht, dass ich dir das auf einen Ipod ziehe. Ich hab auch noch ein paar Lieder von mir drauf gelassen. Aber pass mir auf ihn auf, das ist mein Heiligtum.“
Er legte den Player auf den Tisch und mit großen Augen sah ich ihn an.
„Samu, nein das kann ich nicht annehmen.“
„Doch kannst du, er ist ja nur verliehen. Also ich muss jetzt, mein Flieger geht morgen früh und ich muss noch packen. Machs gut.“
Er drückte meine Hand und wollte gehen, doch ich hielt ihn fest.
„Komm mal her.“
Verdutzt näherte sich mir wieder und ich drückte ihm ganz schnell einen Kuss auf die Wange.
„Danke.“
Er lächelte verlegen und spielte in seinen Haaren herum, wodurch ich mir leider doch eingestehen musste, dass er verdammt niedlich aussah.
„Gern geschehen, also ich bin dann weg, deine Eltern haben meine Nummer.“
Die Tür schloss sich und erneut war ich allein, doch nun hatte ich jemanden, der mir zur Seite stehen wollte…

sarah95
User offline. Last seen 3 Stunden 2 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 04.01.2010
Beiträge: 732
Das ist so schön und traurig

Das ist so schön und traurig zugleich...
Danke, dass das Kapitel so lang ist Smile
weiter... bitte...

lg Sarah

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
Für ihn ist es doch ein

Für ihn ist es doch ein leichtes sie in den Rollstuhl zu heben. Und nicht dass er noch einrostet.

Und den I-Pod da lassen ist ja auch süss. Ich seh ihn vor mir wie er mit seinen Haaren spielt. Ist wohl wer etwas verliebt und es ist nicht "nur" das schlechte Gewissen was ihn bei ihr hält.

Lg Yazhi

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
ach man soo schön *_* ich

ach man soo schön *_*
ich hoffe sie sehen sich bald wieder Smile

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
-9- Seit diesem Tag waren

-9-

Seit diesem Tag waren nun knapp 4 Wochen vergangen. Nach einer Woche durfte ich bereits auf Reha, doch die war anfangs, angesichts dessen, was ich alleine tun konnte, eine reine Tortur. Aber nun hatte ich die wichtigsten Dinge gelernt und was mich am meisten freute – ich konnte alleine duschen und aus dem Bett, denn diese zwei Dinge lagen mir am meisten am Herzen. Auch meine Muskeln hatte ich aufgebaut, zumindest im Oberkörperbereich. Täglich war ich im hauseigenen Fitnessstudio oder im Schwimmbad um die Muskel zu verstärken. Mir ging es immer besser und ich hatte schon ein paar nette Leute kennen gelernt.
Allerdings hatte ich eine Person verloren, wie es mir schien – Samu. Seit seinem letzten Besuch im Krankenhaus hatte ich nichts mehr von ihm gehört. Meine Eltern hatten ihn zwar noch informiert, dass und wo ich auf Kur wäre und er meinte, er würde mich besuchen so bald es ginge, doch das war allerdings das letzte Lebenszeichen von ihm gewesen.
Ich hatte um ehrlich zu sein nichts anderes erwartet, denn er war ein Musiker, der dauernd in halb Europa herumreiste. Für jemanden wie mich blieb da eben zu wenig Zeit und ich fand es eigentlich nicht schlimm, eigentlich, denn irgendwie vermisste ich ihn. Nicht nur, dass ich mich in seiner Nähe normal fühlte und nicht mehr wie der Mensch, der im Rollstuhl saß, sondern ich konnte in seiner Gegenwart einfach abschalten.
Trotzdem, das kleine Märchen, das sich dort angebahnt hatte, hatte sich schnell wieder verflüchtigt. Seinen IPod, den hatte ich allerdings noch und fast täglich lief das Album mindestens einmal durch.
Auch die anderen Musik, die er drauf gezogen hatte, war nach meinem Geschmack und so saß ich auch diesen Nachmittag am Fenster von meinem Zimmer und lauschte gerade den Klängen von Heal me, als das Telefon schellte. Schnell fuhr ich dorthin und nahm ab.
„Ja?“
„Frau Kern, am Empfang wartet Besuch auf sie. Die Person meinte, Sie kennen sie und wollte nicht, dass wir den Namen sagen.“
Ich versprach, schnell vorbei zu kommen und legte alles zur Seite. Kurz darauf kam ich im Empfang an und sofort viel mir eine große Gestalt auf, die an eine Wand gelehnt da stand und mir entgegen grinste.
„Du?“, fragte ich verdutzt, doch auch irgendwie überglücklich.
„Wenn du mich nicht sehen willst, dann kann ich auch wieder gehen.“, meinte er vorsichtig als ich auf ihn zu fuhr.
„Nein, ich war ehrlich gesagt nur erstaunt, dass du auf einmal wieder vor mir stehst.“, antwortete ich ihm dann doch ein wenig vorwurfsvoll.
„Ähm, draußen ist richtig schönes Wetter, sollen wir vielleicht?“
Er deutete nach draußen. Mit den Schultern zuckend fuhr ich los und schweigend folgte er mir. An einer Bank hielt ich an und deutete darauf, sodass er sich schon bald fallen ließ.
„Ich weiß, du denkst, erst lässt sich der Kerl 4 Wochen nicht blicken und dann steht er auf einmal wieder auf der Matte. Es tut mir wirklich Leid, dass ich mich nicht gemeldet habe, aber es war irgendwie alles wie verhext. Zuerst hatten wir bis letzte Woche dauernd Auftritte und dann habe ich auch noch mein Handy verloren. Ich hab zwar jetzt ein neues, aber alle Nummern waren eben nicht mehr da. Ich hatte jetzt endgültig die Schnauze voll und bin einfach hierher gekommen.“
Ich lächelte. Er sagte das alles mit solch einer Wehmut, dass ich ihm das alles nicht mehr übel nehmen konnte.
„und ich hab gedacht, du hast mich vergessen.“, sagte ich immer noch lächelnd.
„Das könnte ich nicht.“, flüsterte er und erstaunt blickte ich auf.
„Nix.“
Im Inneren war ich froh, diese Worte gerade gehört zu haben, denn auch ich mochte Samu immer mehr, je öfter ich ihn sah.
„Wenn du versprichst, dass das nicht mehr vorkommt und du dich ab sofort gleich bei mir meldest..“
Eifrig nickte er.
„Das kannst du mir glauben. Aber was ich sagen wollte. Ich hatte dich am Anfang fast nicht erkannt. Du hast dich so verändert, also zum positiven. Siehst richtig gut aus.“, fügte er dann noch zwinkernd hinzu.
„Ah ja? Denkst du, du kannst dich damit einschleimen, oder wie?“
Sein schelmisches Grinsen sagte alles.
„Sollen wir noch eine Runde spazieren gehen? Ich hab mein tägliches Training noch nicht absolviert.“
Er war einverstanden und so zeigte ich ihm ein wenig die Umgebung, die ich während meines Aufenthalts schon auswendig gelernt hatte.
Erst als es schon dämmerte, brachte er mich wieder zurück in die Klinik.
„Also wenn du magst könnten wir morgen einen Ausflug machen, die Genehmigung hätte ich schon.“, fing er an und spielte nervös in seinen Haaren.
„Würde ich gerne, so langsam will ich wieder etwas anderes sehen.“
Er grinste vergnügt und beugte sich dann zu mir runter.
„Dann kann ich mich auf was freuen morgen..“, flüsterte er in mein Ohr und hauchte mir einen sanften Kuss auf die Wange. Mir wurde fast schwindlig, als ich ihn so an mir spürte, was wohl nur teilweise von seinem Aftershave ausging.
„Also ich hol dich morgen so gegen 2 ab!“, rief er mir noch zu, als er schon fast aus der Tür war.
„Um 2?“, fragte ich verdutzt, doch er war schon wieder weg.
Nun war ich richtig neugierig, was er morgen vor hatte und total happy ging ich zum Abendessen…

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
4 Wochen nicht melden... ist

4 Wochen nicht melden... ist ja echt fies.

Was auf dem Zettel steht würd ich aber auch langsam aber sicher gern mal wissen.

Und was das für ein Ausflug ist, auch...

Lg Yazhi

Manu
User offline. Last seen 1 Tag 4 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 30.07.2009
Beiträge: 1704
ja, der Zettel.......Spann

ja, der Zettel.......Spann uns doch nciht so auf die Folter!

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
Ich kann doch auch nix für,

Ich kann doch auch nix für, wenn das Kapitel erst später kommt ^^

Manu
User offline. Last seen 1 Tag 4 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 30.07.2009
Beiträge: 1704
Wer, wenn nicht Du?

Wer, wenn nicht Du? Wink

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
Die FF ist ein Jahr alt.. da

Die FF ist ein Jahr alt.. da kann ich nix mehr an den Kapiteln ändern Wink

Aber ich werde mal ein weiteres hochladen. Heute Abend werde ich nämlich wohl keine Zeit mehr haben Tongue

-10-

„Mandy, hörst du mir überhaupt zu?“
ich schreckte auf.
„Oh sorry, nein, was hast du gerade gesagt Klaus?“
Unschuldig und mit einem sanften Lächeln sah ich meinen Therapeuten an. Mein Arzt hatte mir auch eine wöchentliche Therapiestunde angeordnet, damit ich wieder lernte, meinen Körper so zu akzeptieren, wie er ist, doch heute schweiften meine Gedanken immer wieder zum Nachmittag.
„Kann deine Unkonzentriertheit vielleicht mit dem Ausflug heute Nachmittag zusammen hängen?“
Verdutzt sah ich ihn an.
„du weißt davon?“
Er grinste.
„Natürlich, schließlich bin ich dein Nervendoktor, ich muss entscheiden, ob du das kannst oder nicht. Scheint ja ein Netter zu sein..“
Sofort wurde ich rot.
„Du kennst IHN?“
Wieder dieses vielsagende Grinsen und ein Nicken.
„Ja, er hat gestern mit mir geredet und mir erzählt, was er vorhat. Er scheint sich ja wirklich um dich zu bemühen.“
Sofort schüttelte ich meinen Kopf.
„Nein, Samu ist ein mittlerweile guter Freund und er fühlt sich wohl immer noch schuldig, dass ich im Rollstuhl sitze.“
Tatsächlich war das immer meine Meinung dazu, doch seit gestern konnte ich mir dieser nicht mehr zu 100 % sicher sein.
„Naja, so siehst du das, ich weiß aber nicht, ob er auch so denkt. Du weißt ja, ich bin ein Psychologe, ich kann in Menschen besser rein sehen, wie ihnen lieb ist.“
Ich brummte vor mich hin. Leider hatte er damit Recht. In den fast 4 Wochen, in denen ich jetzt hier war, hatte er vieles aus meinem Unterbewusstsein geholt, was ich verdrängen wollte. Auch wenn ich immer sagte, es gibt nichts, so fand er immer wieder einen neuen wunden Punkt in meiner Seele.
„Aber wenn er mit dir darüber geredet hat, dann weißt du ja, was er vorhat, oder?“
Neugierig sah ich ihn an, doch sein Schmunzeln ließ mich die Antwort schon erahnen.
„sorry, hier benütze ich wahnsinnig gerne die Schweigepflicht, aber es wird dir gefallen.“
Ich seufzte.
„Danke, das macht mich nur noch neugieriger, du bist gemein.“
Er lachte los.
„Tja, aber ich denke, es macht eh keinen Sinn mehr, weiter zu machen, du passt jetzt eh nur noch auf wenn ich den Namen, wie war er noch einmal – Samu – nenne.“
Ich zuckte.
„vielleicht.“
Eine Viertelstunde später war ich wieder in meinem Zimmer. Ich beschloss, noch schnell duschen zu gehen und fuhr in das große Bad. Schnell hatte ich mich dank meiner mittlerweile starken Arme, auf den Duschsitz gehievt und drehte das Wasser auf. Mir wurde jetzt schon schlecht, wenn ich daran dachte, was für eine besondere Wohnung ich dann bräuchte, wenn ich hier draußen wäre.
Eigentlich hatte ich mich über mein kommendes Leben noch überhaupt keine Gedanken gemacht, genauer gesagt stand ich vor dem nichts. Ich schob den Gedanken schnell beiseite, schnappte mir das Handtuch, das ich an meinen Rollstuhl gelegt hatte, trocknete mich ab und setzte mich wieder in das Handtuch gewickelt in den Rollstuhl.
Am Schrank begann dann die verzweifelte Suche. Ich wusste ehrlich nicht, was ich anziehen sollte und mein Blick auf die Uhr ließ m ich erschrecken – wir hatten schon 2 Uhr.
„Schitt.“
Wie als ob jemand meine Gedanken lesen konnte, klingelte das Telefon.
„Ja?“, ging ich gehetzt ran.
„Herr Haber ist da soll ich ihnen ausrichten.“
Ich fackelte nicht lange und ließ in mir geben.
„Samu, ich weiß nicht was ich anziehen soll, hilf mir.“
Sofort hörte ich sein herzhaftes Lachen und die tiefe Stimme.
„Ich würde dir eine Jeans empfehlen, ein schönes Top und darüber einen Pulli, sodass dir nicht zu warm wird.“
Ich dankte ihm und bat der Empfangsfrau, ihn zu meinem Zimmer zu schicken. Er sollte sich zuvor noch davon überzeugen, ob das wirklich passte, was ich anhatte.
Ich hatte gerade meine Jeans angezogen und meine Schuhe, als es an der Tür klopfte. Skeptisch sah ich kurz an mir herunter, doch dann öffnete ich die Tür, auch wenn ich nur einen BH anhatte. Samu grinste, sah mich aber gleich überrascht an.
„also so habe ich das nicht gemeint mit dem schönen Top.“
Ich streckte ihm die Zunge raus und fuhr wieder zu meinem Schrank.
„Ich bin nicht so schnell, versucht du mal mit gelähmten Beinen eine Jeans anzuziehen.“
Ich hörte, wie er sich auf mein Bett schmiss und zog mir schnell das Top über und schnappte mir noch eine Jacke.
„Geht das so?“
Ich drehte den Rollstuhl und sah ihn an. Sofort ging der Daumen nach oben.
„Perfekt.“
„Dann können wir.“
Ich schnappte meine Handtasche, die ich auf meine Beine legte und fuhr zu Tür.
„Samu?“
„Och man, das war so bequem.“
Er rappelte sich auf und folgte mir, ließ es sich allerdings nicht nehmen, mich zu schieben, weil er es angeblich nicht ertragen konnte, wie ich mich überanstrengte.

„Ähm, ich hab dir übrigens etwas nicht gesagt, wegen heute Nachmittag.“, fing er dann an, als wir durch die Eingangstür waren.
„Du hast mir eigentlich gar nichts über den Tag heute gesagt.“
„Ähm ja, so kann man es auch sagen. Der Grund ist, dass ich dich überraschen wollte. Ich wollte dir zeigen, wie mein Leben aussieht.“
Er blieb stehen und kam herum, um vor mir in die Hocke zu gehen.
„Ich wollte dir zeigen, was ich in den letzten 4 Wochen gemacht habe.“
So langsam zählte ich eins und eins zusammen.
„du bist gar nicht nur wegen mir hier, oder?“
Er schüttelte den Kopf.
„Nein, wir haben heute einen Auftritt. Deswegen war ich gestern da, ich wollte wissen, ob du mich überhaupt noch sehen willst und da du das wolltest und ich den heutigen Tag auch mit dir verbringen wollte, hab ich beschlossen, dass du einfach mitkommst. Unter anderem lernst du dann auch die anderen kennen, die übrigens schon sehr neugierig auf dich sind.“
Ich sah ihn etwas mulmig an.
„Mach dir keine Sorgen, Mandy. Sie wissen alles und ich verspreche dir, dass sie dich so behandeln werden, wie ich das tue, okay?“
Er legte seine Hand auf meine und sah mich erwartungsvoll an.
„Dann lass uns nicht zu spät kommen.“, meinte ich und bekam sofort einen Schmatzer auf die Wange.
„Klasse, aber dreh nicht schon auf der Fahrt durch, sie warten nämlich dort vorne in dem Bus.“
Er deutete auf einen etwas kleineren Reisebus.
„Die sind hier?“, platzte es überrascht aus mir heraus.
„Ja, also komm.“
Er schob mich wieder weiter zu dem Bus und hob die Hand. Sogleich ging die Tür auf und ein Mann kam heraus. Samu diskutierte kurz mit ihm wegen meinem Rollstuhl und kam dann zu mir.
„So, so Leid es mir tut, ich muss dich wieder tragen.“
Er hob mich wieder hoch, während der Rollstuhl im unteren Teil des Busses untergebracht wurde und stieg er mit mir in den Wagen.
Sofort hörte ich das Stimmengewirr in einer mir unbekannten Sprache, das allerdings sofort verstummte, als wir für alle sichtbar in den Bus waren.
„Leute, darf ich euch jemanden vorstellen? Das ist Mandy, Mandy, das hier ist Sunrise Avenue!“

Manu
User offline. Last seen 1 Tag 4 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 30.07.2009
Beiträge: 1704
Wie nett! Wen spricht sie

Wie nett! Wen spricht sie jetzt mit Sunrise und wen mit Avenue an?
Nein, schönes Kapitel, wirklich lieb, wie er mit ihr umgeht.

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
Ist ja nett dass er sich

Ist ja nett dass er sich entschuldigt, dass er sie wieder trägt.

Ich bin ja gespannt wann die beiden die Liebe entdecken, und vorallem was auf dem Zettel steht!

Lg Yazhi

Kate26
User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 14.11.2009
Beiträge: 4293
ohh wie süß weiter bitte !

ohh wie süß Smile
weiter bitte ! Smile

"Believe in love. Believe in magic. Believe in heaven. Hell believe in Santa Claus. Believe in others. Believe in yourselfe. Believe in your dreams. If you don't, who will?"
Jon Bon Jovi

sarah95
User offline. Last seen 3 Stunden 2 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 04.01.2010
Beiträge: 732
süß! weiter, ich bin

süß!
weiter, ich bin gespannt ob Mandy sich mit den anderen versteht Smile

lg Sarah

Mommytiger
** Moderator **
User offline. Last seen 5 Stunden 15 Minuten ago. Offline
Beigetreten: 22.05.2009
Beiträge: 2665
-11- Ich blickte in

-11-

Ich blickte in zahlreiche, auf mich gerichtete, männliche Augenpaare.
„Hi.“, brachte ich schüchtern hervor, bevor Samu mich auf einem Stuhl setzte. Der Busfahrer fuhr währenddessen los und unsicher blickte ich von der Gruppe zu Samu.
„ja, also ich denke ich stell dich erst mal jedem vor. Jungs, kommt mal alle her.“
Tatsächlich kamen alle zu uns und stellten sich auf.
„also, ich fang mal mit der Crew an. Das hier ist Akki, Karri, Legolas, sorry, ist sein Spitzname und MP.“
Mehrere Männer reichten mir die Hand und stellten sich einzeln noch vor.
„Gut, dann kommt die Band. Das sind die 4 Herren hier. Jukka, Raul, Sami und Janne.“
Auch die vier stellten sich mir vor und Samu erklärte noch ihre jeweiligen Aufgaben, bis ich meinte, ich könnte mich noch an ihren Auftritt erinnern.
„Ach ja, stimmt, ich kann mich an dich erinnern. Du warst die eine, über die sich Samu so aufgeregt hatte, als er hinter die Bühne kam.“
Ich sah Samu aus dem Augenwinkel, wie er versuchte, Janne davon abzuhalten, das zu erzählen, doch dieser tat es mit sichtlicher Genugtuung.
„Ach ja? Du hast dich über mich aufgeregt?“
Unschuldig sah er mich an.
„Ich? Nein, der lügt.“
Er versuchte es abzustreiten, aber das eifrige Nicken der Jungs sagte mir deutlich, wer hier log.
„Aber, damit du beruhigt bist, du hast mich auch ziemlich aufgeregt, mit deinem ‚Ach ich bin so toll, na los, wann fällst du mir um den Hals’ – Gehabe.“
Das saß. Während sich alle im Bus kringelten vor Lachen, sah mich Samu verdattert an.
„Wie darf ich das denn jetzt verstehen?“
Raul war der einzige, der noch einigermaßen ein Wort herausbekam und so gluckste er ihm vergnügt entgegen.
„Junge, die Frau gefällt mir. Das ist endlich mal eine, die dir nicht sofort vor den Füßen liegt und sich von dir verarschen lässt.“
„Ähm, du das darfst du jetzt nicht ernst nehmen, was die so sagen..“, versuchte er sich bei mir raus zureden, doch ich spickte ihn an den Hinterkopf.
„Samu, meinst du, ich denke, du bist so ein braves unschuldiges Männlein, das immer ganz alleine sein muss, weil es zu schüchtern ist, eine Frau anzusprechen? Sorry, aber das hat von Anfang an nicht bei mir gezogen.“
Er seufzte und sah mich immer noch unschuldig an.
„du hast kein Mitleid mit mir, nicht mal ein klein wenig?“
ich schüttelte grinsend den Kopf.
„Nope.“
„Busfahrer, können wir anhalten, ich brauch ne andere Frau in diesem Bus.“
Geschockt sah ich ihn an, doch er konnte seinen ernsten Gesichtsausdruck nicht lange halten.
„Ahh, du bist du blöd.“, schrie ich los, als er losprustete und packte ihn, sodass ich ihn zu mir ziehen konnte, was damit endete, dass ich quer über die Sitze lag, mit Samu auf mir drauf.
„du bist echt doof.“, maulte ich, während ich ihn in die Seiten piekte, worauf er losquietschte.
„Hilfe, hört auf, ich bin kitzelig.“, jappste er und schaffte es irgendwann aus meinem Griff zu befreien.
„Boah bist du stark geworden, ist ja schlimm.“, schnaufte er. Die anderen hatten sich wieder im ganzen Bus verteilt und auch Samu schlenderte irgendwann herum.
Ich sah mir den Bus ein wenig genauer an, als sich jemand mir gegenüber setzte. Als ich aufsah, erkannte ich Raul.
„Ich hab mir gedacht, wir reden mal ein wenig.“
Ich lächelte. Es dauerte ein wenig, bis wir ein Thema fanden, doch dann schwatzten wir uns fast zu Tode, bis das Thema auf mich viel.
„Wie kommst du damit klar, dass du jetzt nicht mehr laufen kannst?“
Ich schluckte, so direkt mochte ich nicht darauf angesprochen werden, was er sofort spürte.
„Sorry, dass ich so direkt bin. Aber vielleicht interessiert es dich, dass eine Nichte von mir auch im Rollstuhl sitzt. Sie ist auch querschnittsgelähmt, allerdings schon seit ihrer Geburt.“
Ich sah, dass er wohl schon einige Erfahrungen gemacht hatte mit einem Fall wie mir uns so begann ich zögerlich mit ihm darüber zu reden.
Ich wunderte mich selbst, dass ich so offen zu ihm war, doch er hörte mir ruhig zu und sofort fühlte ich eine Vertrautheit zu ihm.
„na ihr zwei. Ihr scheint euch ja gut zu verstehen.“
Samu hatte sch neben mich gesetzt, ohne, dass ich es einmal merkte.
„Ja und was hast du so gemacht?“
„Och, ich hab ein wenig mit Jukka gekabbelt und Musik gehört, bis mir eingefallen ist, dass ich voll der schlechte Gastgeber bin und dir noch nicht einmal was zum trinken gegeben habe.“
„Ein Wasser wär nicht schlecht.“
Er grinste und kam kurz darauf mit einer Flasche zurück.
„Bitte.“
Ich dankte ihm und nahm einen großen Schluck, während er sich wieder neben mich setzte.
„Oder stör ich?“, fragte er aber kurz darauf, als Raul und ich uns ansahen.
„Nein nein, schon okay, wir hatten ja nichts Geheimes zu bereden.“
Raul meinte, dass er sich auch noch ein wenig ausruhen wollte und so war ich wieder mit Samu allein.
„wohin fahren wir jetzt eigentlich?“
„Wir fahren jetzt nach Hannover zu The Dome.“
„The Dome?“
er nickte.
„Ja, dort haben wir einen kurzen Auftritt und dann geht es von dort auf die After show party, wenn du willst.“
Abwartend sah er mich an.
„Und wo bin ich dann, wenn ihr auftretet?“
Er grinste.
„Ich habe dafür gesorgt, dass auf einer Empore, wo mehrere Kameras stehen, ein Stuhl für dich aufgestellt wird. Und unsere Productmanagerin hat versprochen, dass sie sich um dich kümmert. Allerdings muss man dich da hoch tragen.“
Ich seufzte.
„Und lass mich raten, das machst du?“
Er grinste mich vergnügt an.
„Jop. Und die restliche Zeit sind wir in unserer Kabine, also du auch. Wir haben ein paar Interviews, aber nicht viele, Julia hat das heute wegen dir sehr begrenzt gehalten. Und dann halt noch die Aftershowparty für die Bands und mehreren geladenen Gästen.“
„Aber ich muss doch bis um 8 wieder in der Klinik sein.“
Er schüttelte den Kopf.
„Nein, du hast die Erlaubnis, heute Nacht auswärts zu schlafen. Wir haben für dich ein Zimmer mitgebucht, aber wenn du willst, fahren wir zwei auch wieder zurück, es liegt an dir.“
Ich brauchte nicht lange zu überlegen, um mich für einen Abend mit der Band zu entscheiden.
„Ich mach mit, schließlich will ich ja dein Arbeitsleben kennen lernen.“
Er sah mich glücklich an.
„Super, dann kann ich dir ja noch was sagen. Du musst dir leider ein Zimmer mit mir teilen“
Ehe ich antworten konnte, war er wieder aufgestanden und zum Fahrer vor gelaufen. Ich blieb allein zurück und überlegte, ob ich mich gerade nicht verhört hatte.
„Samu..“, fing ich an, als er an mir vorbei lief.
„Moment.“
Und schon lief er weiter. Ich brummelte vor mich hin, als ich aus dem Fenster schon eine Halle sah und ein großes Plakat und viele Menschen.
„Sind wir da?“
„Ja.“

Ich schreckte zusammen, denn Samu hatte sich direkt zu mir gebeugt und mit mir aus dem Fenster gesehen.
„Erschreck mich nicht so.“, blaffte ich ihn an, doch wieder bekam ich nur ein Grinsen zurück. Als der Bus im Backstagebereich gehalten hatte, nahm er mich wieder hoch und lief aus dem Bus.
„Du das mit dem Zimmer.“, nutzte ich meine Gelegenheit.
„Da ist auch eine Couch drinnen, wenn du es wirklich nicht mit mir in einem Bett aushältst, aber ich kann ganz artig sein.“
„Du? Sorry, aber das nehme ich dir nicht ab.“
Er seufzte.
„Ich glaube bei dir bekomm ich niemals den Ruf weg, dass ich alles flachlege, oder wie?“
Ich grinste ihn an.
„Nee, das wird schwer.“
„Na da hab ich mir ja was aufgehalst.“, murmelte er und ließ mich in meinem Rollstuhl nieder. Schon kam eine junge dunkelhaarige Frau auf uns zugelaufen, die sofort strahlend zu mir kam.
„Du bist Mandy? Hey, ich bin Julia, die EMI Managerin.“, stellte sie sich mir sofort vor und streckte mir die Hand aus..

yazhi
User offline. Last seen 23 Minuten 3 Sekunden ago. Offline
Beigetreten: 04.12.2009
Beiträge: 4103
Ja, ja, die Mandy kann man

Ja, ja, die Mandy kann man nicht täuschen. Das wir noch nie riesen Arbeit sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Aber mit an The Dome nicht schlecht...

Lg Yazhi