Hola 
hier ist meine OneShot-Sammlung OneShot... Ich hoffe, sie gefallen Euch! viel Spaß ^-^
1. Ein Weihnachtsgeschenk
Geistesabwesend schaute Leila nach draußen aus dem Fenster und strich sich über ihren großen kugelrunden Bauch. Oh ja, sie war hochschwanger. Nur noch Tage dauerte es, bis ihre kleine Tochter auf die Welt kommen sollte. Ilenia Leila Osala würde das kleine Mädchen heißen. Ihr Mann, Sami Osala, und Freunde und Familie waren gerade unten im Wohnzimmer. Leila saß ganz alleine auf einem Stuhl im Wohnzimmer. Im Moment wollte sie einfach die Ruhe von allen Leuten haben. Von Ihrer Familie, von Sami, von Samis Familie un den Freunden. Alleine wollte sie sein.
Heute war Weihnachten. Leila hatte tolle Geschenke bekommen. Plötzlich klopfte hinter ihr die Tür. “Ja?”, sagte sie und drehte sich um. Die Tür öffnete sich einen Spalt weit und Sami blinzelte hinein. “Kann ich reinkommen?”, fragte er schüchtern. Leila nickte. “Wie geht es unserer Kleinen?”, wollte der zukünftige Vater wissen und fasste an den runden Bauch seiner Frau. “Na ja, sie tanzt Ballerina da drinnen.”, lachte die junge Frau. “Komm her, Schatz” Sami zog Leila mit beiden Händen vom Stuhl hoch zu sich und küsste sie zärtlich auf den Mund. “Ich liebe dich”, flüsterte er. “Ich dich auch, Sami”, lächelte Leila leicht.
Leila spürte wieder die Hände ihres Mannes auf ihrem Bauch. “Und du kleines Ding sollst deiner Mama nicht weh machen.”, sagte der Finne und schaute wieder seine Frau an, “Geht’s dir gut, Leila?” Die junge Frau nickte müde. “Ja, aber ich bin etwas müde.” - “Ach so. Okay. Dann leg dich hin. Du kannst auch ruhig wieder runter kommen.”, sagte Sami. Leila legte sich ins Bett, Sami ging wieder aus dem Zimmer. Leila schlief schneller ein, als sie gedacht hatte…
Mit Bauchschmerzen wachte die zukünftige nach einer Stunde wieder auf. “Och Mann, Ilenia, hör auf, Ballet zu tanzen.”, klagte die junge Mutter und strich wieder über ihren Bauch. Aber die Schmerzen hörten nicht auf, ganz im Gegenteil. Sie wurden von Minute zu Minuten stärker. Leila hielt es nicht mehr aus und setzte sich auf. Die Schmerzen wurden stärker. Dann begriff sie: ihre kleine Tochter wollte endlich auf die Welt kommen!
Leila schlüpfte in ihre Pantoffeln und schleppte sich mit den Schmerzen ins Treppenhaus. Sami ging gerade in die Küche, um zwei Bierflaschen zurück in die Küche zu bringen. Dann sah er seine Frau. Er ließ die Flaschen auf den Boden fallen. Sie zerfielen in Scherben. “Leila! Was ist denn mit dir? Geht’s dir nicht gut?”, fragte er und blieb abrupt stehen. Leilas Schmerzen ließen einfach nicht nach. Wie sollte sie es noch aushalten? Sie musste sich nach vorne beugen. “Schatz, was ist denn?”, hörte sie ihren Mann fragen. Dann verstummte Sami. Gerade wurde ihm bewusst, was bald passieren würde. “Oh mein Gott! Ich werde Vater!” Überglücklich lief der junge Finne zurück ins Wohnzimmer, um die gute Nachricht zu verkünden. “Ich muss Leila ins Krankenhaus fahren”, sagte Sami, “Sie bekommt nun die Kleine.” Es wurde still im Raum. “Na”, meinte Samu und stellte sich neben seinen Kumpel, “Dann fahrt mal schnell los. Wir kommen irgendwann nach.” Aufmunternd klopfte Samu ihm auf die Schultern. Sami nickte und flitzte zu seiner Frau.
“Komm, Schatz, komm.”, sagte er und stützte sie. “Soll dir jemand helfen?”, hörte er Samu hinter sich fragen. “Ja, wäre nett.”, antwortete er. Schritte näherten sich. “Wir müssen uns jetzt beeilen.”, sagte Raul und schnappte sich einen Autoschlüssel. Es war der Schlüssel von Samus Auto. Zwar würde Samu wieder auf Raul sauer sein, wenn er sein Auto nicht mehr auf den Parkplatz stehen sieht, auf dem es vorher war, aber das war Raul in diesem Moment egal. Leila war seine Schwester und tausendmal wichtiger als Samu.
“Schnell, schnell!”, rief Raul, als er an Samus BMW war. Er öffnete seiner kleinen Schwester die Beifahrertür. Sami half Leila hinein. Dann schloss Sami die Tür. “Hey”, sagte Raul, bevor auf die Fahrerseite wollte, “Pass auf sie auf. Ihr werdet bestimmt die besten Eltern, die man sich vorstellen kann.” Raul lächelte. “Ja. Danke, Raul.”, sagte Sami mit einem Kopfnicken. Dann stieg er ins Auto ein und fuhr los.
Raul blieb nur mit irgendwelchen Hausschuhen im kalten Schnee stehen. Er war sich zu hundert Prozent sicher, dass Ilenia die besten Eltern der Welt bekommen würde. Das sah er bereits an seinen beiden Kindern. Sie waren Zwilling. Leon und Sherin hießen sie. Leila und Sami kümmerten sich immer gerne um seine Kinder.
Mit zitternden Händen bewegte Sami den Schlüssel Richtung Zündloch. Alles wird gut, Osala. Du bekommst nur deine Tochter, nichts weiter. Alles wird gut. Seine Frau legte beruhigend ihre rechte Hand auf seine linke, die auf dem Schlüssel im Zündloch ruhte. “Alles wird gut”, sagte sie. Dann hörte Sami plötzlich auf zu zittern und drehte den Schlüssel um.
Das junge Ehepaar rollte gerade mit dem Wagen auf dem spiegelglatten Asphalt entlang. Leila schaute unter Schmerzen aus dem Fenster. Es fielen Flocken vom Himmel. “Aua”, klagte sie und hielt ihren Bauch fest, “Jetzt bleib’ doch mal ruhig, Kleines” Sami legte auch seine Hand auf ihre Bauch. “Wir sind gleich da. Halte durch.”, sagte ihr Ehemann.
Und tatsächlich. Endlich waren sie da. Sami stützte Leila hinein ins Gebäude. “Meine Frau bekommt ihr Kind”, fing Sami hektisch an zu sprechen. “Okay”, sagte die Frau an der Anmeldung. Sie schob einen Rollstuhl hervor. “Setzen Sie sich herein, Frau…” - “Osala”, fügte Sami hinzu, Sie heißt Leila Osala.” - “Okay, setzen Sie sich hier rein, Frau Osala.” Leila sah gar nicht gut aus. Am liebsten würde Sami seine Frau einfach in die Arme nehmen und ihr sagen, alles sei gut. Aber das war es nicht. Na ja, vielleicht, wenn die kleine Ilenia da war, aber jetzt war nichts gut. Er hoffte nur, dass die Geburt schnell verlief. Die Frau ging mit seiner Leila weg. “Sie können mir ruhig folgen, Herr Osala!”, rief die Frau ihm zu, bevor sie mit seiner Frau in den Fahrstuhl einstieg. Dann wurde ihm bewusst, dass er sonst die Geburt seiner Tochter verpassen würde. Schnell rannte er los, um den Fahrstuhl noch zu bekommen.
“Ah, Herr Osala, gut dass Sie sich noch anders entschieden haben.”, lächelte die Frau, “Wird das ein Mädchen oder ein Junge?” - “Ein Mädchen”, antwortete Sami, “Sie wird Ilenia heißen.” - “Ilenia. Ein toller Name, finde ich.”, sprach die Frau weiter. Schweigen Sie jetzt bitte. , dachte Sami. Ihm war jetzt nicht nach reden zumute. Dann sah er einen Raum, mit der Aufschrift “Kreißsaal”. Erfreut schaute er seine erschöpfte Frau an. “Gleich hast du es geschafft”, flüsterte er ihr zu.
Seine Knie wurden weicher, immer mehr zitterte er, sein Herz klopfte. “Herr Osala, hier ist Ihre kleine Tochter.”, sagt die Hebamme und übergab ihm das kleine Wesen. Sachte nahm er das nicht einmal acht Stunden alte Baby in den Arm. “Sie ist so süß”, schwärmte der junge Vater und schaute zu seiner leicht lächelnden Frau hinüber, die auf dem Bett lag. “Sie hat eindeutig das Gesicht von dir”, grinste Sami, “Und nun geb’ ich dir unsere Kleine” Aber am liebsten wollte Sami die kleine Ilenia nicht mehr hergeben. Ruhig schlief das kleine Mädchen in den Armen seiner Mutter. “Sie ist so süß”, schwärmte auch die Mutter. “Zwar hätte ich mir meine Weihnachten etwas besinnlicher vorgestellt, aber Ilenia ist das tollste Weichnachtsgeschenk, das du mir je machen konntest, Leila.”, sagte Sami und hauchte seiner Frau einen Kuss auf die Stirn. “Wir lieben dich, Papi”, lachte Leila. “Und ich liebe euch auch. Ihr seid das beste, was mir je passiert ist.”, lachte auch Sami.
Freue mich über Kritik und Lob. Ebenfalls sind Wünsche und Ideen für weiter OneShots gerne gesehen 
Oh wie schön!
Ganz toll geschrieben...hast du noch mehr?
04.06.10 Hannover
21.08.10 Köln
10.12.10 Köln
08.04.11 Frankfurt
26.04.11 Köln
04.06.11 Köln
13.08.11 Wedel
27.08.11 Bad Harzburg
02.10.11 Berlin
25.10.11 Hannover
17.02.12 Braunschweig
25.02.12 Brüssel
Wunderschön, ein Weihnachtsbaby
I choose to be me and to keep dreamin'
süß

total schön geschrieben
... cause I'm out of style, yeah !
Vielen Dank für eure Kommis
Happy Nikolaus!
“Mama, wann kommt Papa?”, fragte die kleine Leni und schaute ihre Mutter mit großen Runden Augen an. Raimonda lachte. “Er kommt gleich, Süße.” Die junge Mutter bückte sich zu ihrer erst 5-jährigen Tochter nach vorne. “Aber Papa muss gleich kommen, sonst verpasst er wieder den Nikolaus!”, sagte Leni. “Keine Sorge, Kleine, er kommt gleich.”
In den letzten zwei Jahren war nie Raimondas Mann Raul dabei gewesen, als der Nikolaus kam, was Leni zweifeln ließ, dass der Nikolaus wirklich existierte. Kein Wunder, Raul hatte auch jedes Jahr den Nikolaus gespielt. Dieses Jahr musste einer von den Bandmitgliedern als Nikolaus dienen. Wer es war, wusste Raimonda selbst nicht. Sie ließ sich überraschen.
Auf einmal fing der jüngere Sohn Bruno an zu schreien. “Mama!”, schrie der kleine Junge. Er war ein Jahr jünger als seine große Schwester Leni. “Ich komme ja schon, Bruno”, sagte die gestresste Mutter und ging zu ihrem Sohn ans Kinderbett im Elternschlafzimmer. “Was ist denn?” - “Papaaa!” Bruno fing an zu heulen. Raimonda nahm ihren Sohn auf die Arme. “Er kommt doch gleich. Und natürlich der Nikolaus - der kommt auch gleich.” Raimonda küsste ihren Jungen sanft auf die Stirn.
“Papa!”, rief Leni, als Raul Ruutu an der Tür war. Raimonda strich ihrem Sohn über die Stirn. “Jetzt gehen wir zu Papa.”, flüsterte sie. Im Flur ließ sie den kleinen Jungs auf den Boden. Er konnte bereits ein paar Schritte laufen. “Achtung, Papa, pass auf.” Noch etwas wackelig auf den Beinen stolperte Bruno in die Arme seines Vaters. “Papa!”, rief Bruno und kuschelte sich an seine Brust. “Wann kommt der Nikolaus?”, fragte Leni, die gerade auch gekommen war. Raul strubbelte die Haare seiner größeren Tochter durch. “Gleich”, lächelte der Vater sanft, “gehen wir doch einfach ins Wohnzimmer.” Die beiden kleinen Kinder machten ein Rennen daraus, wer als erstes im Wohnzimmer sein würde.
“Ich war erster!”, prahlte Leni. “Nein, das war ich! Jungs sind immer schneller als Mädchen!”, hielt Bruno dagegen. Jetzt ging das wieder los. Raimonda verdrehte die Augen und folgte ihren Kindern ins Wohnzimmer. “Hey”, mahnte Raimonda, “Seid still oder der Nikolaus kommt nicht.” Sofort verstummten die kleinen Kinder. “Er soll aber kommen!”, brüllte Leni und fing an zu heulen.
Dann klopfte es. “Wer das wohl ist?”, fragte Raul. “Der Nikolaus!”, riefen die beiden Kinder im Chor. “Richtig”, nickte Raul und ging zur Tür. Leni und Bruno wollten ihrem Vater folgen. “Ihr bleibt aber hier. Der Nikolaus möchte nämlich nicht, dass Kinder ihn an der Haustür sehen”, hielt Raimonda sie auf. Meckernd setzten sich die Kinder auf den Boden.
“Hallöchen, Samu. Schön, dass du heute den Nikolaus spielst”, begrüßte Raul den Nikolaus an der Haustür. “Ach, halt doch die Klappe. Ich mach das einmal, mein Freund. Jeder schaut mich an, als wäre ich ein Bekloppter. Ich hasse dich dafür.” Samu funkelte seinen Bandkollegen an. “Ich hab dich auch lieb, Bruder”, lachte Raul und klopfte seinem Freund auf die Schulter, “Komm jetzt rein. Die Kleinen warten schon auf Samulaus.” Raul musste zugeben, dass Samu schon lustig aussah: Kissen, sodass er dicker wurde, roter Anzug, Bart und eine rote Mütze. Sein Rentier, das er hinter sich herzog, machte alles nur noch perfekter. Auf dem Rücken trug er einen haselnußbraunen Sack.
Lenis Augen weiteten sich. Sie hatte doch wirklich geglaubt, dass ihr Vater den Nikolaus gespielt hatte. Aber nun sah sie, dass es den Nikolaus wirklich gab. Ängstlich schaute sie zu ihrer Mutter, die ihr zu lächelte. “Na, Kinder, wart ihr denn auch alle schön brav?”, fragte der Nikolaus. “Jaaa!”, riefen die Kinder beide im Chor. “Wirklich?” Die Kleinen nickten eifrig. “Gut, dann stell ich Rudolph hier mal ab.” Der Nikolaus hatte sogar Rudolph dabei! Leni konnte es einfach nicht glauben. Zwar war das Rentier nur ein Stofftier, aber vielleicht hatte der Nikolaus Rudolph einfach verwandelt und ihn extra für sie mit hinein genommen. Dann stellte der dicke Mann den Sack ab und kramte darin. “So”, brummte er, “Hier drauf steht Leni.” Lenis Herz raste. “Das bist du, nehme ich an?” Schüchtern nickte das kleine Mädchen. “Bitte schön.” Der Mann gab dem jungen Mädchen ein Päckchen mit ihrem Namen. Sie kannte die Schrift irgendwoher.
“Bist du echt, Nikolaus?”, fragte Leni. Nikolas schaute sie mit seinen wunderschönen blauen Augen an. Diese Augen, so war sich Leni sicher, hatte sie schon einmal gesehen. “Ja, natürlich”, antwortete Nikolaus. “Wirklich? Ich kenne dich nämlich irgendwie!”, hakte die Kleine nach. Nikolaus schaute Lenis Eltern an. “Sag mal, junge Dame, willst du etwa behaupten, Nikolaus wäre nicht echt oder so? Das ist echt nicht okay von dir. Das ist richtig unhöflich.”, bemerkte Raul. Aber irgendwie nahm sich Leni die Predigt ihres Vaters nicht ernst. Irgendwie wusste sie, dass sie recht hatte. “Na, Nikolaus, willst du noch ‘nen Kaffee trinken?”, fragte Raul. “Okay, wäre nett.”, willigte der Mann ein. “Aber vorher sollten Sie die anderen Kinder beschenken gehen.”, funkte Raimonda dazwischen und schob Nikolaus nach draußen in den Flur.
“Zieh dich einfach im Auto um und komm als Samu wieder hier rein, verstanden?”, sagte Raimonda so leise, dass nur Samu es verstehen konnte. Dieser nickte nur mit offenem Mund und verließ das Haus. “So, was habt ihr denn alles bekommen?”, frage die junge Mutter ihre Kinder. “Ein Auto!”, rief Bruno. Es war ein Formel-Eins-Bolide von Ferrari. Noch von 2007, Kimi Räikkönen. Brunos Idol. “Dann zeig mir mal, wie Räikkönen gewonnen hat.”, forderte Raul. “Brumm, brumm!” Bruno zog das Auto auf und ließ es los. “Und was hast du bekommen, Leni?” Die Mutter lächelte zu ihrer Tochter. “Eine Barbie-Puppe.” Leni zeigte die noch verpackte Puppe. “Kannst du aufmachen, Papa?” Leni übergab ihrem Vater die Puppe. Raul machte die Verpackung auf. “Bitte schön” Lächelnd gab der Vater seiner Tochter wieder die ausgepackte Puppe.
Kurz bevor die Kinder schlafen mussten, klingelte Samu. Raul machte die Tür auf und Leni und Bruno rannten Samu in die Arme. “Onkel Chamuuuu!”, brüllte Bruno. “Ich hab dich ja auch lieb, du Schlawiner.”, lachte Samu. “Ihr müsst jetzt aber schlafen.”, wies Raimonda ihre Kinder darauf hin. Motzend gingen die Kinder in ihr Kinderzimmer. Raimonda folgte ihnen.
Währenddessen gingen Samu und Raul in den Essbereich. Raimonda hatte ihnen bereits Kaffee eingeschenkt. Erschöpft ließ sich Raimonda auf den Stuhl neben Raul nieder. “Endlich schlafen sie”, sagte sie und gähnte, “Das hast du außerdem gut gemacht, Samu. Also das mit dem Nikolaus. Zum Glück haben dir Leni und Bruno das abgekauft. Besonders Leni.” - “Ja. Aber das mach ich kein zweites Mal. Die Leute haben mich angeguckt, als sei ich verrückt!”, maulte Samu. “Bist du ja auch”, nuschelte Raimonda. “Was?”, funkelte Samu sie an. “Ach, nichts”, grinste Raimonda zurück, “Ach, und doch, nächstes Jahr bist du wieder der Nikolaus”
Die drei Erwachsenen merkten gar nicht, dass sich Leni zu ihnen geschlichen hatte. Sie saß mucksmäuschenstill hinter dem Sofa, dass den Essbereich und Wohnzimmer abtrennte. Leni wusste von Anfang an, dass es den Nikolaus nicht gab. Er war ja schließlich vor Jahrhunderten gestorben. Zufrieden lächelte sie in die Stille. Sie wollte einfach wissen, wer der Nikolaus war und nun wusste sie es: Es war Samu.
Saludos y e Saudações, Catalina

Samu als Nikolaus, super Vorstellung
I choose to be me and to keep dreamin'
Alle beide wunderbar süüüüüüüüüß!!!!
http://kaly.weebly.com/ Unsere Dream-Like-A-Child-Promosite
Gemeinschaftsproduktion von Karo und sunny.girl
Ihr könnt auch Ideen für OneShot's vorschlagen
Saludos y e Saudações, Catalina

Die Leni ist ja clever.
Aber Samus Augen muss man ja auch eigentlich erkennen.

Mir fällt jetzt leider nichts für einen OneShoot ein, tut mir leid.
04.06.10 Hannover
21.08.10 Köln
10.12.10 Köln
08.04.11 Frankfurt
26.04.11 Köln
04.06.11 Köln
13.08.11 Wedel
27.08.11 Bad Harzburg
02.10.11 Berlin
25.10.11 Hannover
17.02.12 Braunschweig
25.02.12 Brüssel
Bevor es losgeht, möchte ich euch noch auf etwas hinweisen: Alles kursive spielt in der Vergangenheit.
Viel Spaß
One night in Berlin
Erschöpft ließ sich Samu Haber auf seinem Bett sinken. So ein geiles Konzert hatte er lange nicht mehr gegeben. In der Menge hatte er seine Traumfrau gesehen. Sie stand alleine im Publikum und lächelte ihn zaghaft zu. Wahrscheinlich interessierte sie sich nicht einmal für die Songs, die er und seine Band spielten, sondern nur für ihn. Er starrte an die Decke und lächelte vor sich hin. Er wusste, er würde sie wieder sehen, denn er hatte es ihr ja versprochen. Wieder erinnerte er sich an das letzte Konzert in Berlin. Da traf er sie zum ersten Mal. Diese Nacht würde er nie vergessen…
Elena Deveraux, gebürtige Französin, war zu Besuch bei ihrer deutschen Freundin Vanessa. Die beiden Frauen hatten sich früher in der Schulzeit bei einem Austausch kennen gelernt. Lange hatten sie sich nicht mehr gesehen und heute war es endlich soweit. Vanessa holte Elena am Flughafen ab, wo sie sich um den Hals fielen. Beide Frauen waren überglück sich endlich zu sehen. „Elena, wir gehen heute Abend außerdem zu einem Konzert.“, informierte sie Vanessa. „Oh, cool, zu wem?“, fragte Elena neugierig. „Sunrise Avenue. Eine echt tolle Band, die zudem noch echt sympathisch sind.“, sagte Vanessa, „Aber erst ruhen wir uns in meiner Wohnung aus.“ Elena nickte. Wer sollte das sein? Sie kannte die Band gar nicht. Nicht ein einziges Lied kannte sie von denen. Aber das würde sich bald ändern…
Samu wusste, wo sich Elena befand. Er wusste, wo er Elena wieder auffinden würde. Sie wartete auf ihn. Er schnappte sich seine Lederjacke und verließ sein Zimmer. Es machte ihn glücklich, dass er wieder Elena sehen würde. Sie war nämlich seine Traumfrau. E wusste, dass Elena nicht nur ein One Night Stand war. Er wusste, er würde sie bis an sein Lebensende lieben. Genau wie Elena selbst, so dachte er. Dafür würde er seine Hand ins Feuer legen.
Nachdem sich die beiden Frauen fürs Konzert zu Recht gemacht hatten, konnte es auch schon losgehen. Elena ließ einfach alles auf sich zukommen. Sie wusste nicht, ob ihr die Band gefallen würde, aber sie wollte Vanessa nicht enttäuschen und ging daher mit. Dann standen sie in der endlosen Schlange bis zum Eingang. „Boah, ey, das dauert noch Ewigkeiten, bis wir endlich am Einlass sind.“, meckerte Vanessa. Elena schwieg. Sie ließ sich überraschen, ob die Band gut war oder nicht. Eine Gruppe von Mädchen tuschelte vor den beiden Freundinnen. „Samu ist ja sooo süß.“, kicherte die Blonde. „Ja, aber Riku ist doch viel heißer als Samu!“, hielt das Mädchen mit den schwarzen Haaren dagegen. So ging es bis zum Einlass weiter.
Samu Haber geisterte alleine durch die Straßen von Berlin. Gleich bin ich bei dir, sagte er zu sich. Gleich würde er endlich wieder seine Elena in die Arme nehmen können.
Für Vanessa zog sich die Zeit wie Gummi. Sie konnte es kaum erwarten, wieder ihre Lieblingsband live zu sehen. Und dann fing das Geschreie auch schon an. Elena hielt sich ihre Ohren zu. Sie hasste es, wenn zu viele zu dicht aufeinander standen. Aber Platzangst hatte sie nicht. Ihr war es nur unangenehm. Dann endlich kamen sie auf die Bühne – Sunrise Avenue. Elena musste schon zugeben, dass der Sänger richtig süß aussah. „Nessa, wie heißt der Sänger nochmal?“, wollte Elena von ihrer Freundin wissen. Sie war sich nicht sicher, ob Vanessa sie hören konnte. Dann drehte sie sich aber zu Elena um. „Wie bitte? Kannst du dich nochmal wiederholen?“, sagte Vanessa laut. „Ich wollte wissen, wie der Sänger heißt“, widerholte Elena. „Ach, der Sänger. Der ist schon heiß. Er heißt Samu. Also, ich weiß ja nicht, wie du denkst, aber ich würde ihn gerne mal vernaschen.“, kicherte Vanessa.
Für einen kurzen Augenblick schaute Elena noch mal zu Samu, dem Sänger. Für einen kurzen Moment, so dachte sie, trafen sich ihre Blicke. Es war nicht so, dass sie gleich einen Salto vor Freude machte, aber dieser kurze Moment war für Elena auf irgendeine Art und Weise ganz komisch. Ihr Bauch kribbelte.
Gleich war Samu da. Es waren nur noch Meter, bis er sie, Elena Deveraux, sehen konnte. Ein Grinsen umspielte seine Lippen, als er an die heutige Nacht dachte. Er konnte sie wieder spüren. Sie, diese feurige Französin.
Das Konzert war zu Ende. Vanessa und Elena wollten nach Hause gehen und versuchten sich nach draußen zu drängeln. Doch die Menge wurde immer unübersichtlicher, sodass sich die beiden Freudinnen verloren hatten. Verzweifelt suchte Elena nach ihrer deutschen Freundin, doch nirgendwo konnte man sie finden. Panik machte sich in ihr auf. Was soll ich nur ohne Vanessa machen?, schoss ihr durch den Kopf, Ich weiß noch nicht mal, wo sie genau wohnt… Nun war Elena vor Huxley’s. Und noch immer war keine Spur von Vanessa. Wo steckte sie nur? Sie konnte doch nicht weit gekommen sein. Aber selbst nach einer halben Stunde war Vanessa nicht aufzufinden. Verbittert und ein wenig ängstlich darüber, dass Elena wahrscheinlich diese Nacht in der Kälte verbringen würde, setzte sie sich an den Straßenrand. Die Straße war leer. Die Laternen leuchteten nur schwach. Eine der Laternen hatte sogar einen Wackelkontakt, was die verlassene Straße noch unheimlicher wirken ließ. Elena merkte gar nicht, wie kalt es war. Ihr war schon so kalt, dass sie fast nichts mehr spürte. Plötzlich merkte sie, wie etwas Warmes ihren zierlichen Körper umschling. Sie erschrak. Es war eine Lederjacke. „Nicht erschrecken“, sagte eine männliche Stimme auf Englisch. Sie kannte diese Stimme. Sie wusste, dass diese Stimme dem Sänger gehörte. Sie brauchte sich nicht umzudrehen, um zu schauen, wer das war, der ihr eine Jacke um ihren Körper warf. „Ich bin Samu. Samu Haber.“, stellte sich der finnische Sänger vor und reichte seine rechte Hand. Mit zitternden Händen nahm Elena. „Elena. Elena Deveraux.“, stellte auch sie sich vor. Samu musste denken, dass sie bekloppt wäre, denn das Zittern hörte man sogar in ihrer Stimme. „Ich habe dich weggehen sehen, deine Freundin war nicht mehr da. Also dachte ich, ich folge dir.“, sagte er, „Es muss ziemlich kalt sein. So mit einer dünnen Jacke und einem Kleid, das nur bis zu den Knien geht, wie?“ Samu setzte sich neben Elena an den Straßenrand. Elena nickte. Sie wusste nicht, wie, aber sie fühlte sich so zu Samu hingezogen. Es könnte glatt ihr Seelenverwandter sein. „Elena heißt du also. Willst du nicht nach Hause?“, sprach er weiter. „Ich weiß nicht, wo ich hin muss, um zu Vanessa zu gehen.“, sagte sie. Ihre Stimme wurde inzwischen wieder sicherer. Dank Samus Jacke. „Ach, weißt du was? Du brauchst heute Nacht nicht nach deiner Unterkunft zu suchen. Ich nehm dich mit. Komm mit mir. Komm mit mir aufs Hotel.“, bot der Sänger an. Elena wusste nicht, ob sie froh darüber sein sollte, dass ihr ein berühmter Sänger eine Nacht mit ihm anbot oder sie besser schreiend vor ihm wegrennen sollte. Aber sie entschied sich für die Nacht mit ihm. Das war besser, als nachts durch Berlins Straßen zu irren und nach Vanessas Wohnung zu suchen.
Samus Herz pochte wie verrückt, je näher er an den Treffpunkt kam. Endlich durfte er wieder seine Elena sehen, sie küssen, sie in den Arm nehmen. Er fühlte sich wie auf Wolke 7, als er endlich eine Frauengestalt a Straßenrand sah. Die Frau hatte sich eine Kapuze aufgezogen. Vorsichtig blickte sie auf. Elenas und Samus Blicke trafen sich. „Elena!“, rief er überglücklich. Elena stand auf und zog sich die Kapuze vom Kopf. „Samu“ Elenas Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Samu konnte nicht anders. Er zog seine Elena in eine Umarmung. „Ich habe dich vermisst“, flüsterte er immer wieder. „Wollen wir gehen?“, fragte Elena und löste sich aus der Umarmung. Samu blickte in ihre wunderschönen rehbraunen Augen. Er nickte, ohne den Blick von ihr zu nehmen. Zusammen gingen der Finne und die Französin in Samus Hotel. „Es tut mir so leid, dass ich nicht früher hätte da sein können, aber ich musste die Jungs irgendwie abwimmeln.“, sagte Samu. „Es ist schon okay. Es ist ja nicht so, als wäre ich gestorben.“, lachte Elena. Samu liebte ihre Lache. Er liebte einfach alles an ihr, sie war die perfekte Frau für ihn, da war er sich sicher.
Als das unauffällige Paar im Aufzug des Hotels verschwand, konnte es einfach nicht anders. Es fiel über sich her. „Ich liebe dich“, stöhnte Samu immer wieder. Dann hielt der an, der Aufzug. Die beiden lösten sich wieder von einander und beeilten sich, ins Hotelzimmer zu kommen. Wegen der zitternden Hand von Samu fiel ihm der Schlüssel aus der Hand. „Verdammt“, fluchte er leise vor sich hin. Elena grinste hinter Samus Rücken. Dann endlich hatte er es geschafft. Schnell verschwanden Samu und Elena im Zimmer, wo sich nach und nach immer wieder die Kleidung auf dem Boden fand…
Elena erwachte in den Armen ihres Samus, der immer noch fest schlummerte und leise schnarchte. Sie lächelte und kuschelte sich an Samus Brust. Sie spürte seine Hand noch fester um sich schlingen. „Guten Morgen, Prinzessin.“, gähnte Samu müde und rieb sich die Augen, „Hast du gut geschlafen?“ Er grinste frech. Elena lachte. „Und wie, mein Prinz.“ Sanft küsste sie Samu auf die Lippen. „Ich liebe dich.“, sagte sie. Samu strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. „Ich dich auch.“
Noch ein letztes Mal hielt Samu seine Elena ganz fest in den Armen - denn er wusste, dass er sie für eine lange Zeit nicht mehr sehen würde...
Saludos y e Saudações, Catalina

Du kannst echt toll schreiben!

Sehr schöne Story!
04.06.10 Hannover
21.08.10 Köln
10.12.10 Köln
08.04.11 Frankfurt
26.04.11 Köln
04.06.11 Köln
13.08.11 Wedel
27.08.11 Bad Harzburg
02.10.11 Berlin
25.10.11 Hannover
17.02.12 Braunschweig
25.02.12 Brüssel
Wunderschöööön!!!
http://kaly.weebly.com/ Unsere Dream-Like-A-Child-Promosite
Gemeinschaftsproduktion von Karo und sunny.girl
Sehr schööön !
I choose to be me and to keep dreamin'
wunderschön
We leave the fear behind and trust the way we feel inside.
http://sunriseavenue.de/sun/forum/stories-/-fanfics/sweet-symphony
Vielen Dank für Eure Kommis - ihr seid großartig *-*
Убейте его! - Kill him!
Yolanda Petrov saß alleine im Büro und wartete. Sie wartete auf ihren Chef Alexei Lukin. Sie hatte gehört, dass ein neuer Auftrag eingekommen ist. Und endlich öffnete sich die Tür und ihr Chef trat ein. „Yolanda“, begann er, „schön, dass du hier bist.“ Alexei hielt einen roten Umschlag in den Händen und seiner Mine war wie versteinert. Yolanda wusste nicht einmal, ob dieser Mann Gefühle hatte. Nie hatte er jemals Emotionen gezeigt. Aber das war nichts Neues hier im Job. Yolanda selbst konnte auch keine Emotionen zeigen. Das war üblich in ihrem Job. Oder wie würdest du dich fühlen, wenn du ein Auftragskiller wärst? „Nun, Yolanda, hier ist dein nächster Auftrag. Ich hoffe, du erfüllst ihn, wie ich es mir wünsche.“, brummte er und übergab ihr den roten Brief. Yolanda war neugierig, was für einen Auftrag sie er füllen sollte. Aber den Umschlag würde sie eh erst öffnen, wenn sie daheim war. „Bist du bereit, zu morden, egal ob es jemand aus deiner Familie oder deinem Bekanntenkreis ist?“, fragte er. Yolanda überlegte kurz und nickte schließlich. Klar, es war schwer, jemanden zu töten, aber dies war nun mal ihr Job. „Wer ist mein Partner?“, wollte sie wissen. Bitte lass es nicht Vitaly sein, dachte sie. „Vitaly Berbatov.“, informiert Alexei sie. Am liebsten wollte sie aber keinen Partner, denn sie schaffte es, die Zielperson alleine kalt zu machen. „Unser Auftraggeber wollte unbedingt, dass du die Zielperson eliminierst´, was heißt das?“, sagte Alexei. Yolanda schluckte. Wenn ein Auftraggeber normalerweise einen Auftrag gibt und dabei noch einen Killer erwähnt, kann das nur jemand aus dem Bekanntenkreis sein. „Ja“ Yolandas Worte waren kaum mehr als ein Flüstern. „Dann frag ich dich noch mal: Bist du bereit zu morden, egal ob es jemand aus deiner Familie oder deinem Bekanntenkreis ist?“, fragte Alexei abermals Ohne zu überlegen nickte die junge Frau. „Ja.“
In ihrem roten Porsche 911 legte Yolanda den roten Umschlag, auf dem ihr Name mit einer ziemlichen Sauklaue geschrieben stand, auf den Beifahrersitz. Die Russin starrte diesen Umschlag an. Zu gespannt war sie, wen sie heute töten musste. Sie konnte nicht länger abwarten. Sie schnappte sich den verflixten Umschlag und riss ihn auf. Sie blieb wie erstarrt dasitzen, als sie las, wen sie heute erledigen musste.
Ort: Hotel Kreml
Zielperson: Riku Rajamaa
Diese Worte ließen Yolanda einen Schauer über den Rücken laufen. Sie kannte Riku, und das gut. Sie kannte Riku von der Schulzeit. Sie war eine Austauschschülerin. Ihr Zieltort war Helsinki, Finnland. Sie kam in Rikus Familie und hatte sich Hals über Kopf in diesen gutaussehenden Jungen verknallt. Natürlich kamen sie sich immer näher und wurde schließlich ein Paar. Aber irgendwann musste Yolanda zurück in ihr Heimatland Russland. Dort konnte sie endlich wieder ihre Familie in Moskau in die Arme schließen. Die Beziehung zu Riku ging in die Brüche und sie sahen sich auch immer weniger. Lange hatte sie nichts mehr von Riku gehört, bis zum heutigen Tag. Heute hörte sie zum ersten Mal wieder von ihm. Aber welcher Mensch würde nur so schrecklich sein und ausgerechnet Riku Rajamaa? Diese Person konnte nur ein Unmensch sein. Riku war so ein netter Junge und morgen um diese Zeit war er wahrscheinlich schon tot. Sie legte den Umschlag wieder auf den Beifahrersitz. Yolanda konnte nicht mehr klar denken. Immer wieder schaute sie auf den geöffneten Briefumschlag. Wer will so unbedingt, dass Riku stirbt?, dachte sie andauernd. Aber das sollte sie nicht weiter stören. Sie wusste, dass irgendwann jemand von ihren Bekannten oder ihrer Familie dran glauben musste. Zum ersten mal seit langem spürte sie wieder Sehnsucht nach Riku. Nun hatte sie doch Glück, dass Vitaly mitkam, um sie zu unterstützen. Sie alleine würde das nämlich nicht schaffen. Die junge Russin steckte den Schlüssel ins Zündschloss und startete den Motor ihres geliebten Wagen und fuhr los.
Daheim brühte sich Yolanda erst mal einen Hagebuttentee. Sie musste sich auf heute Abend vorbereiten. Heute Abend würde sie den Fehler ihres Lebens begehen. Sie geistesabwesend nippte an ihrem Tee. Dann klingelte es plötzlich. Sie ahnte, wer eben geklingelt hatte. Es war Vitaly. Jetzt würden die beiden ihren Plan besprechen, wie sie Riku Rajamaa in den Hinterhalt locken und ihn schließlich umbringen würden. Sie ging an die Tür und gewährte bärenartigen Vitaly Eintritt. „Yolanda“, sagte Vitaly und lächelte hinterhältig. „Vitaly“, sagte Yolanda genauso kalt. „Macht es was, wenn ich eine anzünde?“, fragte er und setzte sich an den großen Esstisch. „Nein“, log Yolanda und setzte sich gegenüber von Vitaly. „So, so, unser Auftraggeber hat dich als Wunschkiller engagiert?“, grinste Vitaly. Gedankenverloren umfasste Yolanda ihren Tee und nickte. „Wer könnte das sein?“, fragte Vitaly weiter. Yolanda hob die Schultern. „Das kann nur ein Unmensche sein.“, kam Vitaly zum Entschluss, „Wie kann man denn nur so ein hübsches Mädchen so etwas Schlimmes antun?“ Yolanda merkte, dass Vitaly sie auf die Schippe nehmen wollte. Aber sie ließ sich nicht auf sein Spielchen ein. Sie hörte ihm einfach nicht mehr zu.
Als Vitaly merkte, dass es nichts mehr nützte, mit Yolanda zu reden, was ihn störte, wechselte er das Thema. „Wie wollen wir heute vorgehen?“, fragte er schließlich. Yolanda hob abermals die Schultern. Vitaly merkte, dass sie heute die Zielperson nicht eliminieren wollte. Und er wusste auch, wieso. Er wusste, dass sie Riku Rajamaa geliebt hatte und ihn bis heute noch liebte. Und Vitaly konnte es nicht ertragen. Wie er auf Rajamaa stieß? Er hatte nun mal so seine Kontakte. Diese fragliche Person, die Rajamaa genau kannte, hatte Vitaly den Hinweis gegeben, dass sie mal für eine zeitlang ein Paar gewesen waren. Yolanda hatte eines Tages ein Bild von Riku bei sich. „Dein Freund?“, fragte Vitaly damals. Yolanda schüttelte den Kopf. „Mein Ex“, sagte sie einfach. Das brach Vitaly das Herz. Ja, er war der Auftraggeber. Ja, er wollte, dass Riku nicht mehr auf dieser Welt hier lebte. Und ja, er war in Yolanda verliebt.
„Ich schlage vor, wir nehmen die übliche Methode. Die Methode der russischen Mafia.“, schlug Yolanda bestimmt vor. Vitaly stimmte ein. „Gehen wir los? Unsere Zielperson macht sich nämlich bald auf dem Weg zur Arbeit.“, informierte er. Yolanda nickte. „Lass uns gehen.“ Stumm folgte Yolanda ihrem Partner. „Warum bist du so still?“, fragte Vitaly, als sie im schwarzen Lada Priora 2172 eingestiegen waren. Yolanda saß auf dem Beifahrersitz. „Ich weiß ja nicht, wie du dich fühlst, wenn du deinen Ex-Freund töten musst. Diese Person, die diesen Auftrag aufgegeben hat, werde ich bis an mein Lebensende hassen! Selbst wenn es meine Mutter wäre. Ich hasse diese Person!“ Etwas Nasses kullerte über Yolandas Wange. „Du weinst.“, stellte Vitaly hart fest. Zum ersten Mal seit sie diesen Job als Auftragskillerin angenommen hatte, weinte sie. Zum ersten Mal seit sie Auftragskillerin ist, fühlte sie wieder etwas. Wie lange hatte sie es erhofft, mal wieder zu lachen oder zu weinen. Und endlich tat sie es. Endlich weinte sie mal wieder. „Yolanda, du sollst nicht weinen. Vielleicht mein unser Auftragsgeber es auch nur gut mit dir. Vielleicht will er nur das Beste für dich.“ Yolanda verdrehte die Augen. „Nein“, kam sie zum Entschluss, „Riku zu töten … das ist nicht gut für mich. Weder für mich noch für seine Familie oder seinen Freunden. Riku war ein guter Mann. Er tat alles für mich. Als ich zurück vom Austausch kam, wollte ich eigentlich nicht mehr zurück nach Russland. Ich wollte in Finnland bleiben. Bei Riku. Ich wollte jeden Morgen in seinen Armen aufwachen. Ihn später heiraten, mit ihm Kinder bekommen. Aber das war mal. Der Kontakt brach irgendwann ab, wir waren getrennt. Und heute werde ich ihn zum ersten, und auch zum letzten Mal sehen.“ Eine Träne stieg bei Yolanda empor.
Vitaly dagegen verspürte nur Wut und Hass gegenüber Rajamaa. Wie gerne wollte er diese Worte von Yolanda nur mit dem Namen Vitaly hören. Aber im brach auch das Herz, weil sie gesagt hatte, dass sie den Auftraggeber bis auf Ewig hassen würde. Das ist es aber wert!, schoss es Vitaly durch den Kop. Niemand würde darauf kommen, dass er der Auftraggeber war. Weder Yolanda und Alexei noch irgendein anderer.
Yolanda rutschte nervös auf ihrem Sitz hin und her. „Wann sind wir da?“, fragte sie zum gefühlten tausendsten Mal. „Gleich“, war immer die Antwort von Vitaly. Dann hielten sie vor dem besagten Hotel. „Du gehst rein und lockst dieses Typen raus, okay? Dann verbringst du nämlich einen letzten Moment mit ihm.“, sagte Vitaly und klopfte ihr aufmunternd auf die Schultern. Yolanda wischte sich eine Träne aus dem Gesicht und öffnete die Autotür. „Bis gleich“, warf sie Vitaly noch kurz zu.
Und nun stand Yolanda draußen in der klirrenden Kälte. Sie zog sich ihren Mantel noch enger an sich. Sie spürte ihre Baikal Makarov in ihrem bis unter dem Knie reichenden Stiefel. Sie fühlte sich an wie zehn Zentner schwere Steine. Als sie in der Empfanghalle war, fragte sie sich nur noch, wo Riku steckte. Die Empfangdame war zu sehr mit einem Gast beschäftigt, die Besucher identifizierten sie als einen Hotelgast. Als erstes würde sie die Hotelbar abklappern, denn sie kannte Riku. Riku war dafür bekannt, dass er gern feierte. Und sie behielt recht, Riku feierte mit seinen Freunden an der Hotelbar. Sie musste irgendwie auf sich aufmerksam machen. Sie schaute sich um. Der Kellner, der gerade für die Gäste etwas auf dem Tablett servierte, fiel ihr sofort ins Auge. Sie atmete noch einmal tief durch und lief gegen ihm, sodass die ganzen Getränke auf den Boden fielen. Sie hatte Glück. Riku und seine Freunde waren direkt hinter ihm. „Oh, das tut mir aber wirklich leid.“, sagte sie gekünstelt. „Macht… macht nichts.“, sagte der Kellner und sammelte die Scherben auf. Ein paar von seinen Kollegen kamen herbeigeeilt. „Yolanda?“, hörte sie die Stimme Rikus hinter ihr sagen. Sie schloss die Augen und drehte sich langsam um. Sie öffnete sie wieder. „Riku.“, sagte sie und lächelte ihn an.
Riku zog seine alte Bekannte in eine Umarmung. Yolanda wusste nicht recht. Sie ist schüchtern. Er löste sich wieder. „Wir haben uns lange nicht mehr gesehen.“, strahlte er, „Ich muss die unbedingt den Jungs vorstellen.“ - „Den Jungs? Welchen Jungs?“, fragte Yolanda verwirrt. Er deutete zu Samu und co. „Das ist meine Band. Keine Ahnung, ob du von ihnen gehört hast. Sie heißen Sunrise Avenue.“ Riku klang stolz. Das war er auch. Er war wirklich stolz auf sich und auf seine Jungs. Nie hätte er geträumt, dass er mit ihnen so etwas auf die Beine stellen konnte. „Oh. Ja, hab ich glaub schon mal gehört.“, sagte Yolanda.
„Na, Riku, wen haben wir denn da wieder angeschleppt?“, grinste der große blonde Typ. Yolanda errötete leicht. „Halt die Klappe, Samu!“, lachte Riku und wandte sich wieder Yolanda zu, „Wir haben einiges nachzuholen. Können wir irgendwohin, wo wir alleine sind?“, fragte er. Das war Yolandas Chance. Jetzt oder nie!, dachte sie. „Ja“ Sie zögerte kurz. Sie überlegte, ob sie das wirklich durchziehen wollte. Nein. Aber ich darf meinen Chef nicht enttäuschen, schoss ihr durch den Kopf. „Gehen wir doch… raus.“, beschloss Yolanda. „Aber warte mal.“, hielt Riku sie auf, „Trinken wir noch was, okay?“ Verdammt, dachte Yolanda. „Okay“, willigte sie ungewollt ein und nahm neben Riku Platz. Yolanda musste den Blicken von ihrem Gegenüber standhalten. Es war dieser Samu. Er beäugte sie, als wäre sie eine Außerirdische. „Kellner! Zwei Cognac bitte!“, rief Riku dem Kellner zu. Jetzt würde Riku also seinen letzten Cognac genießen. „Riku? Können wir mal bitte kurz rausgehen?“, fragte Samu plötzlich. Riku und Yolanda schauten einander an. „Okay. Ich komm gleich wieder.“ Er hauchte ihr einen Kuss ins Haar.
„Riku, findest du nicht, dass deine Freundin ein bisschen, nun ja, komisch ist?“, fing Samu an, als sie aus der Hotelbar gelaufen waren. „Nee, warum? Yolanda ist nun mal so ruhig. Da kann man nichts ändern“, meinte Riku Schulter zuckend. „Mensch, Riku, Menschen ändern sich von der Zeit. Ich würde jedenfalls mal auf Distanz bleiben. Die ist wirklich komisch. Mir kommt es so vor, als habe sie Angst oder so. auf jeden Fall mach nichts Falsches, versprochen?“, sagte Rikus besorgter Kumpel Samu. Er meinte es wirklich ernst. Aber Riku wollte es einfach nicht kapieren, dass Yolanda sich nicht geändert hatte. „Riku“, sagte Samu, „Ich bitte dich, bleib mir fern von der! Nur weil ihr früher mal befreundet wart, heißt das nicht, dass sie heute genau so ist. Mir kommt es nämlich so vor, als würde heute etwas Schlimmes wegen ihr passieren. Bitte.“ Samu schaute ihn immer noch besorgt an. „Mit egal, was du denkst. Samu, wir waren früher mal zusammen. Und sie ist bis heute meine Traumfrau. Und sie scheint auch noch alleine zu sein. Ich geh jetzt wieder. Tschüß.“, sagte Riku und ging wieder zu den anderen. Samu folgte ihn und sagte immer wieder hinter ihm, dass er doch von ihr fern bleiben soll. Riku ignorierte ihn. Er war sich sicher, dass Yolanda genau wir früher ist.
Yolanda trank ihren letzten Schluck Cognac aus und stellte das Glas auf den Tisch. Immer wieder zog sie die Blicke von Rikus Freunden auf sich. Schaut mich einfach nicht an, dachte sie und fluchte. „Yolanda, können wir gehen?“, rief Riku endlich hinter ihr. Sie stand auf und drehte sich zu ihm. Riku grinste sie wie ein Honigkuchenpferd an. Er war glücklich. Sie nicht.
Riku war leicht verwundert, warum Yolanda ausgerechnet in diese Kälte wollte. Sie hätten auch einfach auf Rikus Hotelzimmer gehen könnte. Und da hätte auch etwas passieren könnte. Aber die frische Luft tat auch gut. Sie verließen gemeinsam das Hotel.
Wo bist du, du Idiot?, fragte sich Yolanda, als sie den ersten Fuß vor den Eingang setzte. Vitaly war nirgends zu sehen. Sie erschrak, als plötzlich eine dunkle Gestalt ungefähr fünf Meter neben ihr auftauchte. Sie deutete unauffällig zu einer Bank. “Lass uns zur Bank gehen.”, sagte sie. Riku und Yolanda setzte sich. „Wir haben uns so lange nicht gesehen.“, sagt Riku und legte seinen Arm auf ihre Schulter. Gänsehaut bildete sich auf Yolandas Arm. Es war ein Uhr nachts. Niemand war hier auf der Straße. Nur noch Riku, Yolanda und die dunkle Gestalt, Vitaly. „Ja“, sagte Yolanda. Vitaly näherte sich. Yolanda stand auf. Die Baikal Makarov in ihrem Stiefel wurde immer schwerer. „Riku“, begann Yolanda, „Es tut mir leid.“ Riku begriff nicht. „Yolanda, was tut dir leid?“, fragte er verwirrt. „Ich muss dir was gestehen.“, sagte sie. Riku stand auch auf. „Was, Yolanda, was?“, fragte Riku. „Ich bin eine Auftragskillerin.“, sagte sie. Riku fuhr erschrocken zurück. „Was?!“, fragte er geschockt. „Ich nehme an, dass du mich richtig verstanden hast.. Ja, ich bin eine Auftragskillerin. Und mein Auftragsgeber will, dass ich dich zusammen mit Vitaly töte.“, erklärte sie.
Riku konnte es nicht fassen. Was hatte Yolanda gerade gesagt? Sie will ihn umbringen? Nein, das konnte nicht di Yolanda von damals sein. Das war sie nicht. Das war eine Doppelgängerin. “Yolanda, was redest du da?”, sagte Riku mit zitternder Stimme. Seine Knien wurde weicher. Langsam verlor er sein Gleichgewicht. Alles wurde schwarz. Er fiel zu Boden.
„Совершенный.“, hörte Yolanda Vitaly sagen, „Wie hast du das gemacht? Da drinnen muss doch du die Hölle los sein. Du kannst dem doch nicht einfach so unauffällig K.O.-Tropfen verabreicht haben.“. Yolanda setzte ein triumphierendes Lächeln auf. „Doch, kann ich.“, sagte sie, „Aber er ist noch nicht tot. Also, warum stehst du hier noch so rum?“ Vitaly war von Yolanda beeindruckt. Er hatte noch nie so eine Frau wie Yolanda kennen gelernt. Und darum liebte er sie auch so sehr.“ Vitaly beugte sich zu Riku. „Hey, was macht ihr da mit Riku?!“, brüllte plötzlich jemand vom Eingang her. Vitaly schaute auf. Er beeilte sich. Es war der Blonde. Er kam rasend schnell zu Riku gerannt und stürzte Yolanda zu Boden. Er riss Vitaly von seinem Freund. „Yolanda, mach schon!“, brüllte Vitaly und prügelte sich mit dem blonden Finnen. Yolanda spürte nicht mehr ihre Baikal Makarov in ihrem Stiefel. Sie hatte auch nicht vor, ihn mit der Waffe zu töten. Nein, sie bevorzugte eine Methode, bei der weniger Spuren übrig blieben. Vitaly hatte es nun mit zwei Finnen zu tun. „Speshite!“, rief Vitaly. „Yolanda musste sich beeilen. „Убейте его!“, rief Vitaly. Sie beugte sich zu Riku. „Теперь!!“, waren Vitalys verzweifelte Worte. Yolanda stopfte in Rikus Mund eiskalten Schnee. In drei Minutenmaximal würde er tot sein. Yolanda stand auf. Ein letztes Mal blickte sie in das leblose Gesicht von ihm. „Es tut mir so leid“, sagte sie. Eine Träne rollte über ihr Gesicht. „Es tut mir so leid.„, sagte sie abermals. Nie hätte sie gewollt, dass ausgerechnet Riku starb. Er war ihr Ein und Alles. Aber sie konnte nicht anders. Ansonsten wäre sie tot. Man hatte sie gezwungen, diesen Job zu machen, als sie einen anderen Auftragskiller beim Morden zugesehen hatte. Man hatte sie erpresst. Entweder sie wurde Auftragskillerin oder man töte sie. Sie entschied sich, zu töten. Ihr Leben war ihr zu wertvoll. Und das bereute sie heute. Lieber hätte sie sich früher anders entschieden. Dann wäre sie da oben, nicht Riku. Yolanda war sich entschlossen, den Auftragsgeber zu finden, der sie auf Riku angeheuert hatte. Den würde Yolanda nämlich ohne wenn und aber erledigen. Riku war inzwischen blasser geworden. Diese Methode mit der Yolanda in getötet hatte, stammt von der russischen Mafia. Niemand würde je erfahren, dass Riku je getötet wurde. Selbst nicht diese Finnen, die Augenzeugen waren, würden dies bezeugen können. Der Schnee wird bald schmelzen, dann kam niemand mehr auf den Gedanken, dass er erstickt war. Die Finnen konnten dies vielleicht behaupten, aber beweisen konnten sie nichts. Um die brauchten sich also Vitaly und Yolanda keine Sorgen zu machen.
Sie drehte sich um. Sie konnte Riku so nicht mehr sehen. Er war tot.
Saludos y e Saudações, Catalina

Die Story ist heftig...aber wieder sehr gut geschrieben. Nächstes Mal aber bitte wieder twas, was nicht so ernst ist, ja? Trotzdem großes Kompliment.
04.06.10 Hannover
21.08.10 Köln
10.12.10 Köln
08.04.11 Frankfurt
26.04.11 Köln
04.06.11 Köln
13.08.11 Wedel
27.08.11 Bad Harzburg
02.10.11 Berlin
25.10.11 Hannover
17.02.12 Braunschweig
25.02.12 Brüssel
Och ne... das bitte nie im Realen Leben, ja??? Schön, aber ich bin da mit Karo einer Meinung!
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